Zweckverband Baunatal-Edermünde plant Radweg von Grifte nach Guntershausen – Kosten: 900 000 Euro

Radweg von Grifte nach Guntershausen – Kosten: 900 000 Euro

Radeln auf dem R 1: Ursula Knoke (von links), Andrea und Monika Plaßhenrich sind auf unserem Bild an der Fulda unterwegs. Der Radfernweg soll schon bald bei Guntershausen an den R 10 angeschlossen werden. Archivfoto: Socher/nh

Baunatal/Edermünde. Den Radtourismus wollen die Stadt Baunatal und die Gemeinde Edermünde mit einem gemeinsamen Projekt beleben. Der Zweckverband der Nachbarkommunen plant eine neue Radwegverbindung zwischen Grifte und Guntershausen.

Dort soll der Ederradweg an den Fernradweg R 1 anschließen. Laut Edermündes Bürgermeister Karl-Heinz Färber (SPD) will der Verband 900 000 Euro investieren, 650 000 Euro seien als Förderung vom Land Hessen angekündigt.

Die neue Trasse soll zwei bei Radfahrern hoch im Kurs stehende Routen zusammenführen. Einmal den aus Richtung Wabern und Felsberg kommenden R 10 und eben den an Guntershausen vorbeiführenden Fuldaradweg R 1. „Beide Radwege sind superbeliebt“, sagt Baunatals Bürgermeister Manfred Schaub (SPD). Und Edermündes Rathauschef ergänzt: „Das hat hohe Bedeutung und hohe Qualität.“

Für Karl-Heinz Fäber ist besonders wichtig, dass durch den neuen Radweg erstmalig die Edermündung touristisch erschlossen werde. Das Gelände an der Fulda sei bisher nämlich überhaupt nicht zugänglich. Unter anderem soll es direkt an dieser Stelle eine neu Brücke über die Fulda geben.

„Beide Radwege sind superbeliebt.“

Bisher mussten Radler, die vom R 10 zum R 1 wollten, drei Kilometer bis Guxhagen fahren und dann drei Kilometer auf der anderen Seite der Fulda wieder zurück. „Das wurde überhaupt nicht angenommen.“

Gebaut wird der neue Weg nur zum Teil auf einer neuen Trasse. Teilweise werden vorhandene Wirtschaftswege genutzt. Diese befänden sich weitgehend in kommunalem Besitz, was den Zeitraum bis zur Fertigstellung natürlich verkürze, sagt Färber.

Fertig 2012?

Bis Ende März will der Zweckverband nun offiziell den Antrag auf Förderung beim Land Hessen stellen. „Bis zum Sommer haben wir dann eine Entscheidung“, so Edermündes Bürgermeister. Sollte die abschließende Planung, zu der beispielsweise auch Umweltgutachten gehören, noch dieses Jahr über die Bühne gehe, könnte der neue Radweg schon im nächsten Jahr fertig werden.

Die beiden kommunen erhoffen sich eine echte touristische Belebung. Unter anderem soll im Zugedes Radwegebaus in Edermünde ein neuer Stellplatz für Wohnmobile angelegt werden.

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