Unterstützung von 18 Helfern

Ehrenamt als Ehrensache im Marie-Behre-Altenhilfezentrum in Guntershausen

Freundlich und hilfsbereit: Marianne Wolter (von links), Hildegund Röll und Dorothea Sinning gehören zu den 18 Ehrenamtlichen, die ins Marie-Behre-Altenhilfezentrum kommen. Fotos: Wienecke

Baunatal. „Wir sind eine Einrichtung mit Herz“, sagt Petra Ryll, die Einrichtungsleiterin des Marie-Behre-Altenhilfezentrums in Guntershausen. Über einen Träger, eine gemeinnützige GmbH, gehört das Haus zum Kurhessischen Diakonissenhaus Kassel.

„Neben unseren Mitarbeitern unterstützen uns 18 Ehrenamtliche“, berichtet Petra Ryll. „Die meisten sind Damen im Ruhestand, es ist aber auch ein berufstätiger Herr dabei“, sagt sie. Dorothea Sinning aus Guntershausen (93) ist die älteste ehrenamtliche Helferin. Sie besucht Bekannte im Altenhilfezentrum und hilft regelmäßig bei den Gottesdiensten und beim Singen mit. „Ich singe auch mit“, sagt sie.

Marianne Wolter aus Kassel engagiert sich seit 1990 ehrenamtlich. „Ich helfe dabei, die Bewohner aus ihren Zimmern zur Singstunde zu holen“, sagt sie. „Meine Mutter ist bereits verstorben, ich komme aber weiterhin her“, sagt sie.

Die Singen wird von Hildegund Röll (71) aus Guntershausen geleitet. Vor 25 Jahren begann die Grundschul- und Musiklehrerin ihren ehrenamtlichen Einsatz im Heim. Vor 20 Jahren wurde sie dann angesprochen, ob sich nicht mit den Bewohnern musizieren könne, da sie doch ein Instrument beherrsche.

Am E-Piano begleitet sie nun die Singstunde im Andachtssaal. „Wir singen bekannte Volkslieder, die viele der Bewohner noch auswendig können“, sagt sie. Mit weiteren Ehrenamtlichen wie Dr. Sabine Kötter wechselt sie sich bei den Gottesdiensten auch an der Orgel ab.

Bärbel Zülch (69) kommt aus Altenbauna nach Guntershausen. „Meine Tante hat hier zum Schluss gelebt, als sie verstarb, bin ich dem Heim treu geblieben“, berichtet sie. „Ich helfe, wo ich kann und habe beispielsweise eine alte Dame betreut, die keine Angehörigen mehr hatte“, erzählt sie. Neben Besuchen habe sie Besorgungen gemacht und beim Schriftverkehr geholfen. Mit Schwester Gudrun unterstützt sie die Bewohner einmal pro Woche beim Kochen und Zubereiten des Abendessens. Gudrun Ehrhardt gehört zu den 55 Mitarbeitern, die (in Vollzeit- oder Teilzeit) im Altenhilfezentrum arbeiten. „Es erfüllt mich mit Dankbarkeit, dass uns die Ehrenamtlichen so stark unterstützen. Ehrenamt muss aber auch respektvoll betrachtet und gepflegt werden“, sagt Petra Ryll. „Einmal im Jahr gibt es daher ein Dankeschön-Treffen“, berichtet die Einrichtungsleiterin.

Von Bettina Wienecke

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