Anlage soll zum Volkstrauertag am 18. November fertig sein

Hertingshäuser Kirche: Ehrenmal im neuen Kleid

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Bauarbeiten am Ehrenmal: Vorn pflastert Matthias Bischoff vom Bauhof, hinten überlegen Karl Stock (von links), Corinna Luttropp-Engelhardt, Herbert Krug, Daniel Junkert und Helene Vossler, wie hoch das Kreuz werden muss, während Tim Tschosnig an der Mauer arbeitet.

Baunatal. Bis zum Volkstrauertag am nächsten Wochenende soll alles fertig sein: Das Ehrenmal an der Hertingshäuser Kirche wird neu gestaltet. Die alte Mauer ist weg, die Gedenkstätte für die Opfer von Krieg und Gewalt rückt näher ans Gemeindehaus heran.

Der städtische Bauhof erledigt die meisten Arbeiten, zudem legen Mitglieder des Fördervereins der Kirchengemeinde Hand an. Bisher gab es zwischen Denkmal und Gemeindehaus „einen toten Raum“, sagt Herbert Krug, Vorsitzender des Fördervereins. Auch bröckelte Gestein „Das war mehr Hundetoilette als alles andere“, ergänzt Pfarrerin Corinna Luttropp Engelhardt. In Zukunft jedoch sei das Areal offener „und lädt nicht nur zum Anschauen, sondern auch zum Hineingehen ein“.

Die Mauer mit den Schriftzügen „Den Toten zum Gedächtnis“ und „Den Lebenden zur Mahnung“ wurde im Halbkreis neben dem Eingang zum Gemeindehaus neu aufgebaut. Sie bildet nun das Podest der aufgearbeiten Marmorplatten, die an die Toten erinnern. Dahinter finden Besucher ein neues Kreuz aus Edelstahl.

Das alte Sandsteinkreuz kommt an die Nordostecke der Kirche, eine Treppe wird vom Ehrenmal zu dem Baum in der kleinen Anlage am Gotteshaus führen, zwei Blumenecken werden bepflanzt. Eingebunden wird ein alter Stein aus dem Ersten Weltkrieg, entdeckt bei den Arbeiten.

Einige Hertingshäuser spendeten große Sandsteine zur Umfassung der Gedenkstätte. Eine Sitzbank soll noch kommen. 6400 Euro kosten die Arbeiten nach Angaben von Karl Stock, Leiter des städtischen Bauhofs, der die gute Kooperation lobt. An die 3000 Euro muss der Förderverein aufbingen. Das wird er auch schaffen, da ist Krug zuversichtlich.

Von Ingrid Jünemann

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