Für eigene Versorgung

Peter Turkowski, Diplom- Betriebswirt, über kommunale Energienetze

Über die Zukunft der Energienetze in 24 Kommunen des Landkreises Kassel wird derzeit gestritten. Ende 2011 laufen Konzessionsverträge mit Eon- Mitte aus. Nun geht es darum, inwieweit die Kommunen die Verwaltung ihrer Netze selbst in die Hand nehmen. Über die Chancen der kommunalen Selbstverwaltung im Energiebereich sprach HNA-Volontärin Irene Habich mit Fachmann und Diplom-Betriebswirt Peter Turkowski.

Sie sprechen sich für die nachhaltige und dezentrale Energieversorgung auf Gemeindeebene aus. Was bedeutet das?

Peter Turkowski: Es bedeutet, die Netze jetzt, wo viele Konzessionen auslaufen, zurück in die kommunale Regie zu führen. So wird die Grundlage für eine schnellere ökologische Entwicklung bei der Stromversorgung geschaffen.

Bleibt Energie eher bezahlbar, wenn die Kommunen ihre Werke selbst verwalten?

Turkowski: Bezahlbarkeit ist eine Sache. Im Vordergrund muss aber der ökologische Umbau der Kommunen stehen, der sich so leichter umsetzen lässt. Es macht doch auch Sinn, sich für etwas einzusetzen, was vielleicht keinen wirtschaftlichen Vorteil bringt, aber besser für die Umwelt ist.

Welche Rolle spielt der Ausstieg aus der Atomenergie auf kommunaler Ebene?

Turkowski: Der Ausstieg spielt eine sehr große Rolle. Dadurch wird es mehr Raum für die Hinwendung zu regenerativen Energien geben. Foto: privat/nh

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.