Jungen und Mädchen diskutierten – Jugendarbeiter mit Resonanz zufrieden

Eigene Zukunft im Blick

Diskutierten über ihre Erfahrungen beim Zukunftstag: Nico (13 Jahre/von links), Anne (10), Marius (12) und Ann-Katrin (12) nahmen an der Diskussionsrunde teil und präsentieren stolz Fotos, die sie bei der Arbeit zeigen. Foto: Kisling

Ahnatal. 15 Jugendliche haben in Ahnatal die Gelegenheit genutzt, Einblicke in das Berufsleben zu gewinnen. Sie nahmen am Ahnataler Zukunftstag teil, der in Anlehnung an den Girls’ und Boys’ Day stattfand.

Für viele Teilnehmer ein besonderes Erlebnis. So konnte sich der 13-jährige Nico nach einem gelungenen Schnuppertag im Kindergarten He-ckershausen vorstellen, später beruflich in Richtung Erzieher zu gehen. Ann-Katrin (12) probierte sich in einem typischen Männerberuf: beim Ahnataler Bauhof. Auch sie war begeistert.

Für die Jugendarbeiter der Gemeinde, Gisela Boll und Wolfgang Blenkle, war das Angebot ein voller Erfolg. Zumal in Ahnatal die Situation besonders sei, da man keine eigene weiterführende Schule habe. Dies bringe zwar den Vorteil, dass ein neues soziales Umfeld für die Teilnehmer entstehe, zugleich ist man aber auf eine gut funktionierende Zusammenarbeit mit Schulen aus der Umgebung angewiesen.

Die Besonderheit beim Ahnataler Zukunftstag stellt die Diskussionsrunde dar. Hierbei können die Jugendlichen nach dem Tag von ihren Erlebnissen berichten, sich über ihre Zukunftsvisionen austauschen und über Berufsfelder diskutieren. Zwar nahmen dieses Mal nur vier Schüler das Angebot wahr, Wolfgang Blenkle war dennoch zufrieden.

„Ein numerisches Fazit zur Beteiligung widerstrebt mir. Die Qualität ist wichtig und es ist ein freies Angebot. Wenn es den anwesenden Kindern gefällt, ist es eine gelungene Aktion“, meinte Blenkle.

Nicht nur den Kindern gefiel die Möglichkeit der Diskussionsrunde, die mit einem Pizzaessen verbunden war, auch die Eltern lobten das Angebot. „Für die Schüler ist es wichtig, die Kommunikation des Berufslebens zu erleben. Das Schulpraktikum ist dafür eigentlich zu kurz, meiner Meinung nach können die Kinder schon früher in die Berufe reinschnuppern, schließlich ist dies für die Kinder etwas Besonderes“, meinte Mutter Christine Nowakowski.

Auch Boll und Blenkle sprachen sich in der Diskussion für längere Schulpraktika und ein erweitertes Angebotsfeld zum Kennenlernen von Berufen für Jugendliche aus. Der Ahnataler Zukunftstag bietet dafür einen ersten Anhaltspunkt. (ptk)

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.