150 Aussteller aus 30 verschiedenen Klubs

Plastik-Modellbau: Mit eigenen Händen erschaffen

Ein Kalenderblatt diente ihm als Vorlage: Reiner Vögel aus Neu-Ulm baute 550 Stunden an dem Modell des britischen Flaggschiffs Queen Mary 2. 710 Miniaturpassagiere aus Fotoätzteilen bevölkern das Schiff und sind mit bloßem Auge kaum zu sehen. Fotos: Ziemann

Fuldatal. Anatomische Tiermodelle, bekannte Militärflugzeuge, detailgetreue Nachbauten von historischen Schiffen oder Figuren aus Star Wars: Beim Konvent des Deutschen Plastik-Modellbau-Verbandes in der Mehrzweckhalle Eichhecke in Fuldatal-Ihringshausen gab es viel zu entdecken.

150 Aussteller aus ganz Deutschland und sogar aus dem nahen Ausland zeigten Kollegen und Besuchern ihre Schätze.

Das größte und komplexeste Modell konnte man am Tisch von Wolfgang Hartung aus Erdingen bewundern. In seiner mittelalterlichen Burg steckt ein Jahr Bauzeit.

Viel Arbeit: Ein Jahr baute Wolfgang Hartung aus Erdingen an diesem Modell. Es zeigt das Leben im Mittelalter auf einer Burg.

Auch das britische Flaggschiff Queen Mary 2 war originalgetreu nachgebaut in einem Maßstab von 1:700 auf der Ausstellung zu sehen. 550 Arbeitsstunden hatte Reiner Vögel in sein Werk gesteckt. Ein Kalenderblatt diente dem Modellbauer als Vorbild. 710 Miniaturpassagiere aus bedruckten Fotoätzteilen bevölkern das Modell, die er nur mithilfe von Pinzette und Lupe auf das Schiff bringen konnte. Denn die Kleinteile sind mit bloßem Auge kaum zu sehen. Sogar Beleuchtung, ein Schiffshorn und Musik hat Reiner Vögel eingebaut.

„Der Sinn vom Modellbauen ist, dass man etwas mit seinen eigenen Händen erschafft, worauf man stolz sein kann, wenn es fertig ist“, sagte Martin Kohring, Vorsitzender des DPMV. „Das möchten wir auch der nächsten Generation so vermitteln.“

Die Förderung des Nachwuchses wird bei den Modellbauern nämlich großgeschrieben. „Durch das kreative Hobby trainieren Kinder Ruhe, Ausdauer, Konzentration und Fingerfertigkeit“, erklärte Kohring. Der absolute Trend momentan sei bei den Jüngeren alles rund um Star Wars. Mit den selbst gebauten Figuren könne man danach sogar spielen.

Der neueste Trend: Anatomische Steckmodelle von Tieren oder menschlichen Körperteilen werden oft in Schulen eingesetzt.

Nicht nur bewundern konnte man auf dem Konvent des DPMV, sondern auch etwas lernen. Wie man abgeplatzten Lack an einem Modell darstellt, wie man seine Schätze am besten fotografiert und wie man Bauteile selbst abformt, wurde in Workshops gezeigt und ausprobiert.

Bilder des Konvents

Konvent des Deutschen Plastik-Modellbau-Verbandes in Ihringshausen

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