Für gesplittete Abwassergebühr ab 2014 baut Gemeinde auf Hilfe der Grundbesitzer

Eigentümer werden befragt

Fuldatal. Gut ein Jahr hat die Gemeinde Fuldatal noch Zeit. Zum 1. Januar 2014 soll die gesplittete Abwassergebühr eingeführt werden. Am Mittwochabend beschloss die Gemeindevertretung einstimmig ein entsprechendes Konzept.

Um die Mengen des in die Kanalisation eingeleiteten Ab- und Regenwassers ermitteln zu können, muss zunächst einmal bei allen rund 4250 Grundstücken der Kommune ermittelt werden, wie viele Flächen versiegelt sind. Diese erforderlichen Daten sollen die Grundstücksbesitzer per Fragebogen liefern.

Mit dem Beschluss wurde auch ein Zeitplan des Verfahrens festgelegt. So sollen im Februar und März 2013 insgesamt drei Bürgerversammlungen zum Thema stattfinden. Ab April werden dann die Fragebögen verschickt. Bis Juli sollten die Informationen durch die Grundstücksbesitzer eingegangen und in einer Datei eingearbeitet sein. Dann erfolgt die Gebührenkalkulation, die ersten neuen Bescheide würde danach Mitte Januar 2014 versandt.

Insgesamt bleibe das Gebührenaufkommen gleich, betonte Bürgermeisterin Anne Werderich. Es gebe aber eine Umverteilung, viele versiegelte Flächen bedeuten mehr Gebühren und umgekehrt. Denn mit der gesetzlich vorgeschriebenen Umstellung sollen Anreize geschaffen werden, Flächen zu entsiegeln, damit weniger Regenwasser in die Kanalisation und dann in die Kläranlage geleitet wird.

Kritik gab es von Grünen und SPD an der Verwaltung. Die habe es versäumt, bereits vor gut einem Jahr ein beschlussfähiges Konzept vorzulegen und sei für den jetzt engen Zeitplan verantwortlich.

Tatsächlich war es in der jüngsten Parlamentssitzung bereits der dritte Anlauf, die gesplittete Abwassergebühr auf den Weg zu bringen. Was mit der unterschiedlichen Auffassung von Parlament und Gemeindevorstand zum Verfahren zusammenhing.

Letzterer hatte die Flächen anhand von Luftbildern und einer Auswertung durch ein Ingenieurbüro ermitteln wollen. Das Parlament setzte auf Bürgerbefragung und Bearbeitung durch die Verwaltung. Um die zusätzliche Arbeit bewältigen zu können, sollen Stunden von Beschäftigten aufgestockt und eine zusätzliche Technikerstelle befristet bis zum Frühjahr 2014 besetzt werden. (mic)

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