Bürgermeisterwahl: Amtsinhaberin Ursula Gimmler geht am 27. März für die Christdemokraten ins Rennen

Eine CDU-Frau mit grüner Ecke

Hier geht’s zur Bürgermeisterin: Ursula Gimmler möchte gern ihren Platz im Rathaus behalten. Foto: Kühling

Schauenburg. Auch wenn Ursula Gimmler für die CDU ins Rennen geht, ihre besondere Stärke sieht sie in ihrer Neutralität. „Ich habe nie Parteipolitik gemacht, sondern versucht, das Beste für die Bürger Schauenburgs rauszuholen“, sagt sie. Überraschend hatte Gimmler vor sechs Jahren die Wahl gewonnen – gegen gleich zwei Bewerber aus den Reihen der SPD. Jetzt hat die 45-Jährige eine zweite Amtszeit fest im Visier.

Und so kommt die Antwort nach dem Wahlausgang für den 27. März bei Ursula Gimmler wie aus der Pistole geschossen: „Gewinnen will ich.“ Sechs Jahre habe sie gute Arbeit geleistet, betont die Wahl-Breitenbacherin. „Und ich habe noch viele Pläne.“

Fortsetzen will die Diplom-Verwaltungswirtin ihre Arbeit für den Schauenburger Nachwuchs. Nachdem jetzt der neue Kindergarten in Elgershausen fertig sei, seien die Kitas Kleiner Bär in Elgershausen und Regenbogen in Hoof mit einer Modernisierung an der Reihe. „Die werden wir umbauen müssen.“ Wachsen soll das Betreuungsangebot für Kinder unter drei Jahre. Als alleinerziehende Mutter habe ihr dieser Bereich immer sehr am Herzen gelegen, betont die Bürgermeisterin. „Es ist schon wichtig, anderen Frauen damit helfen zu können.“ Gestartet sei sie vor sechs Jahren mit einem Mittagsangebot für Kindergartenkinder in nur einem Ortsteil. Wenn im Sommer noch der Kindergarten Hoof dazukomme, werden es vier Einrichtungen mit einer solchen Möglichkeit sein.

Gimmler wohnt seit einigen Jahren mit Sohn Tobias (14) im eigenen Haus in Breitenbach. Seit über drei Jahren lebe sie mit ihrem Partner in einer festen Beziehung, berichtet sie. Allerdings: „Wir haben noch zwei Haushalte.“

Bei einer Wiederwahl will sich Gimmler besonders um den Umweltschutz bemühen. „Das ist meine grüne Ecke“, sagt sie. Sie wolle erreichen, dass die Gemeinde bis 2013 eine neutrale CO2-Bilanz aufweise. Das heißt, es wird so viel Strom über Windkraft-, Biomasse- und Solaranlagen erzeugt, wie verbraucht wird. Auch das Thema Elektromobilität ist bei der CDU-Kandidatin auf der Liste. Vor dem Rathaus solle in Zusammenarbeit mit Eon Mitte eine Elektrotankstelle entstehen. Den Beschluss dafür müsse aber das Gemeindeparlament liefern.

Etwas bewegen will die Amtsinhaberin bei Tourismus und Gastronomie – etwa den Tannenhof in Elmshagen wiederbeleben. Und mit Jugendlichen will sie eine Mountainbikestrecke an der Schauenburghalle verwirklichen. Bei all diesen Vorhaben will Gimmler das Sparen nicht aus den Augen verlieren. „Viele Dinge sind einfach nicht mehr finanzierbar.“

Bei den vielen Terminen bleibe kaum Zeit für Hobbys. Skifahren und Schwimmen gehörten dazu. Vor der Tür warte aber auch immer eine 1200er BMW für Ausfahrten auf zwei Rädern. Wenn sie den Helm über den Kopf streife, habe das noch einen angenehmen Nebeneffekt, verrät sie. Dann werde sie nicht erkannt und sei mal nur privat unterwegs.

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