Dr. Volkmar Hopf geht in den Ruhestand

Eine Ära endet

„Wir werden Sie vermissen“, stand an der Tafel: Die elf- und zwölfjährigen Schüler der 6 b verabschiedeten Dr. Hopf jetzt mit selbst verfassten Texten und einem Song für Fans der Frankfurter Eintracht. Auf dem Bild bedankt sich der sichtlich gerührte Schulleiter bei Tobias (von links), Jannik, Julia Celine, Jessica und Klassenlehrerin Astrid Hessenmöller. Fotos: Wohlgehagen

Lohfelden. Eine Ära geht zu Ende: Nach fast 23 Dienstjahren allein an der Spitze der Söhre-Schule geht Schulleiter Dr. Volkmar Hopf in den Ruhestand. Zur Verabschiedungsfeier erwartet die Schule heute weit mehr als 100 Gäste.

Dem jetzt ausscheidenden Schulleiter ist es gelungen, die Söhre-Schule während seiner Tätigkeit mit Geschick und Stehvermögen auf den richtigen Kurs zu lenken: Die seit 2001 als kooperative Gesamtschule mit gymnasialen Eingangsklassen organisierte Schule hat eine breite Akzeptanz und einen festen Platz in der Söhre-Region. „Ich war nur der Trainer. Auf dem Platz - im täglichen Unterricht - haben sich die Lehrer engagiert und bewährt“, sagte Dr. Hopf hierzu in einem Gespräch mit unserer Zeitung. Sein langjähriger Stellvertreter, Klaus Michel, bescheinigt seinem Chef, „ein menschlicher Vorgesetzter gewesen zu sein, der immer ein offenes Ohr für die Belange und Probleme der Mitarbeiter gehabt hat“.

Bis 2009 unterrichtet

Bis 2009 habe er selbst noch vier Stunden in der Woche unterrichtet. Das sei bei einer Schule mit 1000 Schülern, 80 Lehrkräften und zunehmenden Verwaltungsaufgaben leider nicht mehr möglich, sagte der promovierte Pädagoge, der bei Kindern und Jugendlichen „vor allem ihre Direktheit und den neugierigen Blick auf die Welt“ mag.

Dr. Volkmar Hopf übernahm die Söhre-Schule im Mai 1988. Ein Jahr später wurde mit engagierten Eltern der Förderverein gegründet und das Logo „Schule mit Zukunft“ kreiert. Der Schulleiter weckte auch das Interesse der Gemeinde Lohfelden an Themen der Gesamtschule. Seiner Schule vermittelte er mit Konzerten und Veranstaltungen eine neue Schulkultur. Dr. Hopf und den Mitarbeitern gelang es schließlich auch, durch Schnupperkurse örtlicher Vereine an der Schule, durch Schüleraustauschprogramme und die Gründung des Schulzirkus Söhrelini weitere Akzente zu setzen.

„Die Schule ist kein Selbstzweck, sie muss die Schüler auf das Erwachsenenleben vorbereiten“ – diesem Credo ist Dr. Hopf auch bei der Einführung wöchentlicher Praxistage von Hauptschülern in örtlichen Betrieben treu geblieben. In die letzten Jahre seiner Amtszeit fallen große Bauprojekte wie die Errichtung der Mensa, die den Weg der Offenen Ganztagsschule entscheidend beflügelt hat, oder der Neubau der Schulverwaltung und der Gemeinde- und Schulbibliothek. Diese Vorhaben und die grundlegende Sanierung der Schulgebäude tragen, wie vieles zuvor, auch die Handschrift des ausscheidenden Schulleiters.

Für seinen Ruhestand hat Dr. Hopf „noch keinen Plan“. Er wolle sich zunächst keine neuen Aufgaben vornehmen, sondern erst einmal innehalten, sagte uns der angehende Pensionär. Die Neubesetzung der Schulleiterstelle ist nach Informationen der HNA ausgeschrieben. ZUR PERSON

Von Hans-Peter Wohlgehagen

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