Behindertenbeauftragte aktualisierten Heft für Menschen mit eingeschränkter Mobilität

Eine Hilfe für den Alltag

Stolz auf die Broschüre: Claudia Dietzsch (von links), Uwe Westphal vom Ahnataler Amt für Jugend, Kultur und Senioren, Behindertenbeauftragte Karin Zöller, Bürgermeister Michael Aufenanger, Behindertenbeauftragter Markus Budenz und die Schwerbehindertenbeauftragte des Landkreises Karin Tietz. Foto: Kisling

Ahnatal. Mit dem Rollstuhl, dem Rollator oder dem Kinderwagen hat man es häufig nicht einfach. Treppen erschweren den Weg zum Arzt oder zum Geschäft. Um den mobilitätseingeschränkten Ahnatalern die Planung ihres Alltages zu erleichtern, veröffentlichten die Ahnataler Behindertenbeauftragten im vergangenen Jahr die Broschüre „Barrierefrei in Ahnatal“.

Leitfaden: Ahnatal für alle

Unter dem Leitfaden Ahnatal für alle werden Informationen über die jeweilige Erreichbarkeit von Handel, Gewerbe, Dienstleistungsbetrieben, medizinischer Versorgung und den öffentlichen Einrichtungen der Gemeinde kostenlos allen Einwohnern zur Verfügung gestellt.

Nun aktualisierten die Behindertenbeauftragte Katja Zöller und Markus Budenz das handliche Manuskript und ergänzten zwei weitere Seiten mit Adressen und Informationen. „Wir haben viele positive Rückmeldungen erhalten“, freut sich Budenz über den bisherigen Erfolg des Ratgebers.

Doch nicht alle kannten die zwölf Seiten umfassende Broschüre. „Ich habe erst im Nachhinein von der Aktion erfahren, die eine Bereicherung für das Alltagsleben ist“, berichtet Claudia Dietzsch, die selbst auf den Rollstuhl angewiesen ist. Dietzsch hatte nach dem Rücktritt des ehemaligen Behindertenbeauftragten Frank Kraus an der Broschüre mitgearbeitet.

„Wir möchten eine Vernetzung im Ort aufbauen und regelmäßig informieren“, erklärt Zöller die Intention. Zudem möchte man als Vorreiter andere Gemeinden auf die Aktion aufmerksam machen. „Wir hoffen, dass weitere Gemeinden sich ähnliche Projekte einfallen lassen“, so Zöller.

Karin Tietz, Schwerbehindertenbeauftragte des Landkreises, glaubt an ein erfolgreiches Vorhaben. „Bisher haben nur Baunatal und Ahnatal solche Broschüren veröffentlicht. Viele andere Gemeinden haben durchaus Potenzial, nachzuziehen“, ist sich Tietz sicher. Damit dies geschehe, müsse eine Gemeinde mit engagierten Behindertenbeauftragten zusammenarbeiten. Ein Musterbeispiel biete Ahnatal. (ptk)

Infos zur Broschüre: Katja Zöller, Telefon 0 56 09/80 30 37 oder Markus Budenz, 0 56 09/80 47 34 sowie im Internet unter www.behindertenbeauftragte-ahnatal.de

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