Jochen Bauer plauderte in Espenau humorvoll über die Welt des Golfs

Welt des Golfs: Eine Lesung mit Lachpotential

Mit Golfball und Handschuh: Autor Jochen Bauer, früher Rektor der Ahnatalschule in Vellmar, las in der Gemeindebücherei Espenau aus seinem Krimi im Golfermilieu. Foto: Binienda-Beer

Espenau. Mord und Heiterkeit – das geht durchaus zusammen. Zumindest bei Autor Jochen Bauer und einem gewaltsamen Tod, der eben nur ein fiktiver ist.

Aus seinem neuesten Werk, dem Hessen-Krimi „Der Tote am Grün“, trug der frühere Rektor der Gesamtschule Ahnatal jetzt auf Einladung der Gemeindebücherei Espenau vor.

Komödiantischer Krimi

Was der 70-jährige Ex-Lehrer und Ex-Espenauer seinem Publikum bot, überraschte nicht wenige. Als humorvoller Plauderer mit Augenzwinkern und süffisanten Untertönen lieferte Bauer nicht nur Einblicke in seinen komödiantischen Krimi. Im flotten Wechsel machte er zudem vertraut mit der Welt des Golfsports und heimatlichen Kleinoden, wie sie selbst vielen Einheimischen noch nicht bekannt sein dürften.

Der Fall um den Toten am Grün von Loch 13 spielt auf der Golfanlage in Escheberg. Das ist der Ort, den Bauer kennt wie seine Westentasche: als passionierter Golfer und als direkter Nachbar. Seit seinem Wegzug aus Espenau lebt der Ruheständler auf Gut Escheberg, „aber nur im Gesindehaus, klar bei meinem Nachnamen“.

Golfplatz und Gut in dem Zierenberger Mini-Stadtteil sind bedeutsame Schauplätze der Handlung. Auch Orte der Umgebung finden sich reichlich wieder. Im Regionalen bleibt Bauers aktuelles Buch dennoch nicht stecken. Eine wichtige Spur führt in die Frankfurter Finanz-City. Ein Hessen-Krimi eben, so der offizielle Untertitel.

Bauer sind Mentalitäten aus beiden Landesteilen gleichermaßen vertraut. Der Autor stammt aus Frankfurt, ist aber seit Jahrzehnten in Nordhessen zuhause. Die Sprachfärbung seiner ursprünglichen Heimat hat er sich erhalten, wie die Besucher in der Gemeindebücherei schnell registrieren.

So schwätzt Bauer, was das Zeug hält. Das Publikum hängt an seinen Lippen und nippt jede sprachliche Pointe mit Freude auf. Erfährt auch, dass der Schreiber bluttriefende TV-Krimis nicht ausstehen kann. Dass fast zwei Jahre Arbeit drinstecken in „Der Tote am Grün“, dass die Protagonisten „niemals eins zu eins“ Personen aus Bauers persönlichem Umfeld abbilden.

Am Ende freundlicher Applaus – und bei den Zuhörern eine frisch entfachte Lust, auf Krimispuren in Escheberg zu wandern.

Von Dorina Binienda-Beer

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.