Aufsichtsrat in Wolfsburg billigt Investitionen für fünf Jahre

Eine Milliarde Euro für Baunataler VW-Werk

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Eine Milliarde Euro für Baunataler VW-Werk

Baunatal. Am Standort Baunatal will Volkswagen in den nächsten fünf Jahren etwa eine Milliarde Euro investieren. Das bestätigte am Freitag der scheidende Betriebsratsvorsitzende Jürgen Stumpf auf Anfrage.

Das Geld steckt laut Stumpf in 50,2 Milliarden Euro, die der Aufsichtsrat des Konzerns am Freitag in Wolfsburg billigte. Es handelt sich um die Investitionsplanung für die Jahre 2013 bis 2015.

In Baunatal „erfolgen Investitionen für alternative Antriebe (Elektro- und Hybridantrieb) sowie für die innovativen Doppelkupplungsgetriebe und den Modularen Querbaukasten (MQB)“, hieß es in einer Stellungnahme von Werkleiter Prof. Hans-Helmut Becker. Zahlen nannte er nicht.

Laut Jürgen Stumpf fließt ein Teil des Geldes in ein Hybridgetriebe (DQ 400) als Stufe zwischen Verbrennungsmotor und Elektroantrieb. „Es führt beide Welten zusammen“, sagt Stumpf. Die Kombination umgehe das Problem der noch zu geringen Batteriekapazität von Elektroautos und erhöhe die Reichweite, sprich: Man kann mehr Kilometer fahren.

Zudem werde in Presswerk und Formhärtung investiert, um den modularen Querbaukasten auszubauen: Komponenten sollen für viele Automodelle des Konzerns verwendet werden. Ferner sollen im hiesigen Werk, das 14.000 Menschen fest und 2400 als Leiharbeiter beschäftigt, zwei weitere Direktschaltgetriebe (DSG) gebaut werden, eines für Audi und ein zweites als Nachfolger des DQ 250, das noch vielfältiger einsetzbar sein soll – nicht nur in Golf, Polo und Passat, sondern zum Beispiel auch im VW-Bus.

Stumpf betont, dass mit den Entscheidungen das Volumen der Produktion bis 2017 sicher sei. 2012 werden in Baunatal 460 Millionen Euro investiert.

Die Gesamtsumme von 50,2 Mrd. Euro gilt für Volkswagen weltweit, erstmals sind die Marken Porsche und MAN dabei. Zahlen zu den Vorhaben in Baunatal wollte auch die Zentrale in Wolfsburg nicht nennen.

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