Kasseler Ensemble Camerata Castellana verzauberte Zuhörer mit Klassik in der Hoofer Kirche

Eine musikalische Schäferstunde

Camerata Castellana verzauberte die Zuhörer in der Hoofer Kirche: Dörte Gassauer am Cembalo (vorn von links), Susanne Schale an der Blockflöte, Andreas Waßmuth an der Oboe, Sopranistin Susanna Weber (hinten von links) und Vadim Krichtopov am Fagott. Foto: Kothe

Schauenburg. Zu einer musikalischen Schäferstunde hatte das Kasseler Ensemble Camerata Castellana in die evangelische Kirche Hoof eingeladen. Mit Liebe zu feinen Klängen begeisterten die fünf Musiker ihr Publikum mit einem facettenreichen Repertoire barocker Musik.

Sopranistin Susanna Weber, Andreas Waßmuth an der Oboe, Susanne Schale an der Blockflöte, Vadim Krichtopov am Fagott und Dörte Gassauer am Cembalo verzauberten mit Klassikern der Kammermusik von Johann Sebastian Bach, Georg Friedrich Händel, Giovanni Battista Fontana und Alessandro Marcello ebenso wie mit Liebesliedern von Giulio Caccini, Alessandro Scarlatti und Francesco Cavalli. Der warme Klang der Holzblasinstrumente, die elegante Lautmalerei des Cembalo und die kräftige Sopranstimme sponnen einen wunderbaren musikalischen Dialog, der sein sanftes Echo in den altehrwürdigen Mauern der Hoofer Kirche fand.

Es war ein ungetrübter Musikgenuss, den Camerata Castellana seinen Zuhörern bot: erfrischend und kristallklar, voller Lebensfreude und Liebreiz, umrahmt vom verspielten Flackern der Kerzen.

Voller Poesie interpretierte Flötistin Susanne Schale an der Sopranblockflöte die Sonata prima von Giovanni Battista Fontana, mit filigraner Basso-continuo-Begleitung am Cembalo durch Dörte Gassauer. Prachtvoll erklang Händels Kantate „Mi palpita il cor“, die das harmonische Zusammenspiel des Quintetts zeigte. Sopranistin Susanna Weber glänzte mit gefühlvollen Arien und Liedern, die mit ihrer prägnanten Stimme stets brillante Ergänzung fand - sei es im tiefen Klangkörper des Fagotts von Vadim Krichtopov oder in den intensiven Tönen der Oboe von Andreas Waßmuth.

Die Melodienpracht dieser kleinen musikalischen Schäferstunde war für Liebhaber barocker Musik ein Geschenk. Für Laien war sie ein wunderbares Tor in für sie neue Musikwelten. Dieses Konzert machte Lust auf mehr.

Von Helga Kristina Kothe

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