Einfriedung des Stiftsareals in Oberkaufungen ist in Teilen marode – Auch Torbogen wird wohl saniert

Eine neue Mauer aus alten Steinen

Material wird wiederverwendet: Klaus Schneider (von links) und Heiko Oehler von der Firma Fesch-Bau aus Waldkappel bauen aus den alten Steinen eine neue Mauer. Fotos: Ketteritzsch

Kaufungen. Dass die Einfriedung des Gartens an der Stiftskirche in Oberkaufungen historisch ist, sehen die Besucher auf den ersten Blick. Die Mauer, die entlang der Straße Zur schönen Aussicht verläuft, hat Risse, Steine sind herausgebrochen. An manchen Stellen hat sich die Mauer bereits bedenklich geneigt. Dass bei der alten Bausubstanz Handlungsbedarf besteht, hat man jetzt auch beim Ritterschaftlichen Stift erkannt, dem das Areal gehört.

Dieser Tage hat die Sanierung der Mauer begonnen. In Höhe des Hauses Zur schönen Aussicht 8 klafft zurzeit ein großes Loch. Bauarbeiter der Firma Fesch-Bau aus Waldkappel-Schemmern haben die Mauer abgerissen. Bevor aus den alten Steinen wieder eine neue Mauer wird, legen die Arbeiter ein Betonfundament. Wie Stiftsobervorsteher Henn-Wolfram Riedesel zu Eisenbach auf HNA-Anfrage erklärte, wird die Mauer bis zu dem markanten Torbogen an der Kirchberg-Treppe erneuert. „Wir gehen in mehreren Abschnitten vor“, sagte Riedesel.

Die Sicherheit der Mauer, die in Abstimmung und mit finanzieller Hilfe der Denkmalpflege erneuert wird, sei noch immer gewährleistet.

„Vermutlich werden wir auch den Torbogen sanieren“, kündigte der Obervorsteher an. Der Bogen weist in der Mitte bereits seit vielen Jahren einen größeren Riss auf. Darüber hinaus sei auch geplant, die Mauer entlang der Schönen Aussicht im Bereich der Gaststätte „Stiftsschänke“ zu erneuern. Dort, so Riedesel, sei ein Stein komplett herausgefallen. Wie viel die aktuelle Sanierung der Einfriedung kostet, wollte der Obervorsteher gegenüber der HNA nicht sagen. Die Gemeinde Kaufungen beteilige sich nicht an den Kosten.

Teile der Einfriedung des Stiftsareals waren bereits vor Jahren erneuert worden. Der Investition vorausgegangen war ein dramatischer Vorfall: Vor rund 30 Jahren war unweit des Rondells eine gut drei Meter hohe Mauer auf mehrenen Metern Länge umgestürzt. Wie durch ein Wunder wurde damals niemand verletzt.

Von Peter Ketteritzsch

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.