Abstimmung auf HNA online: Knappe Mehrheit gegen Masterplan für Stadtzentrum

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Im Zentrum des Masterplans: Der Rathausplatz und das Rathaus sollen zum Hessentag saniert werden.

Vellmar. Ein neues Gesicht soll das Vellmarer Stadtzentrum im Zuge des Hessentages bekommen. Der Masterplan, der kürzlich den neuen Stadtverordneten und den Geschäftsleuten am Rathausplatz vorgestellt wurde, ist ambitioniert.

Sanierung des Rathauses, Abriss und Neubau von Einkaufspassage und Parkdeck, neue Musikschule in der Bücherei und ein zusätzliches Ärztehaus - so lauten die Eckpunkte des Planes.

Ein neues Gesicht, das aber nicht ausnahmslos begeistert. Das zeigt das Ergebnis der Abstimmung auf HNA online zur Zukunft des Vellmarer Stadtkerns. Die Abstimmung ist zwar nicht repräsentativ, gibt aber doch eine Tendenz wieder, fungiert als eine Art Stimmungsbarometer. Demnach ist eine knappe Mehrheit von 47,5 Prozent der Meinung, dass das ganze Projekt „für Vellmar eine Nummer zu groß und nicht finanzierbar ist“. Mit 44,9 Prozent knapp dahinter liegen die Befürworter des Projekts. Sie finden den Masterplan gut und sind überzeugt, „dass Vellmar nach der Umsetzung viel attraktiver sein wird“.

Zahlen, die belegen, dass die große Mehrheit der Abstimmungsteilnehmer klar Position bezogen hat. Denn nur 7,6 Prozent finden, dass „alles so bleiben soll, wie es ist“.

Was bedeutet das für die Stadtverwaltung? Das Ergebnis der Abstimmung ist Indiz dafür, dass in der Bevölkerung noch großer Diskussionsbedarf besteht, dass Bürgermeister Dirk Stochla bei den Bürgern noch einige Überzeugungsarbeit leisten muss, wenn der Masterplan am Ende eine große Akzeptanz finden soll.

Wobei ja noch offen ist, wie viel Geld die Umsetzung des Masterplanes kosten wird. Im Raum stehen bislang erst zwei Zahlen: rund 10,3 Millionen Euro für die Sanierung des Rathauses - dort soll zum Beispiel der Eingangsbereich umgestaltet und im Erdgeschoss der Platz für die Stadtverwaltung vergrößert werden - und rund 2,5 Millionen Euro für Abriss und Neubau des Parkdecks. Und: Ein zentraler Baustein des Masterplanes, nämlich der Neubau eines Einkaufszentrums, müsste über einen Privatinvestor finanziert werden.

Politisch sieht der Fahrplan für den Masterplan wie folgt aus: Nach der Konstituierung der neuen Stadtverordnetenversammlung, die gestern Abend stattfand, sollen sich am 17. und 31. Mai zuerst die Ausschüsse mit dem Projekt beschäftigen, bevor am 6. Juni die Stadtverordneten den Masterplan diskutieren.

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