Karin George gastierte mit ihrem Show-Ensemble „Irgendwo tief in mir“ in der Baunataler Stadthalle

Eine Reise durch bunte Musicalwelten

Stimmgewalten: Tanja Hinze-Schäfer (links) und Karin George sangen gemeinsam „Frei und schwerelos“ aus „Wicked“. Foto: Hartung

Baunatal. „Wir haben heute Abend zwei Gegner“, stellte Moderator Rainer Sander fest, als er die Bühne betrat und seinen Blick über die vielen leeren Plätze im Saal schweifen ließ. „Den BVB und den FC Bayern.“

Das Pokalendspiel bestimmte am Samstag bei den meisten die Abendplanung – das machte sich auch in der Baunataler Stadthalle bemerkbar, wo Musicaldarstellerin Karin George mit ihrem Tour-Ensemble „Irgendwo tief in mir“ gastierte.

Die rund 150 Zuschauer, die sich gegen Fußball entschieden hatten, bereuten es aber ganz sicher nicht. Denn die Darsteller nahmen sie mit auf eine bunte Reise durch die bekanntesten Musicals und begeisterten mit beachtlicher Stimmkraft. Wer allerdings aufwendige Requisiten und Bühnenbilder erwartet hatte, wurde enttäuscht. „Wir sind ein kleines Ensemble, da muss man alles selber machen“, spaßte Rainer Sander, während er den Tisch für das Lied „Mrs. De Winter bin ich“ aus dem Musical „Rebecca“ auf die Bühne trug.

Mit zahlreichen Anekdoten führte er durch den Abend, erklärte die Hintergründe zu den einzelnen Darbietungen und wurde auch selbst zum Sänger.

Neben den Profis kristallisierte sich die 14-jährige Julia Strüning zum heimlichen Star der Show heraus, als sie die Gäste in zwei Soloauftritten mit zum „Phantom der Oper“ nahm. Auch Karin Freitag und Sabine Klein aus Guxhagen waren begeistert vom Talent der Künstler. „Es gefällt uns sehr gut“, schwärmten die Freundinnen in der Pause. Ihre Männer hatten sie zu Hause gelassen. „Wir machen einen Mädelsabend“, verriet Freitag.

Unterstützung bekam das Ensemble von der Stadtgarde der Großenritter Carnevals Gemeinschaft, die unter anderem das Märchen von der gestohlenen Zeit präsentierten.

Genau wie beim Pokalspiel ging es übrigens auch in der Stadthalle in die Verlängerung. Mit „Nessaja“ aus dem Stück „Tabaluga“ von Peter Maffay und mit „Liebe ist alles“ verabschiedeten sich die Darsteller unter tosendem Applaus.

Von Carolin Hartung

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