Maria und Friedrich Buhre aus Vellmar feiern Donnerstag ihre Eiserne Hochzeit

65 Jahre verheiratet: „Es ist einfach Liebe“

Seit 65 Jahren ein Ehepaar: Maria und Friedrich Buhre feiern heute das Fest der Eisernen Hochzeit. Foto: Oschmann

Vellmar. „Es ist einfach Liebe,“ sagt Friedrich Buhre. „Wenn wir uns nicht lieben würden, wären wir ja nicht 65 Jahre verheiratet“. So schlicht beantwortet der 84-Jährige die Frage, was ihn und seine zwei Jahre jüngere Frau Maria so lange zusammengehalten hat.

Dass Maria dement ist, sich nicht mehr unterhalten kann, hat dem Zusammenhalt der beiden keinen Abbruch getan.

Friedrich Buhre stammt aus Kassel, geboren und aufgewachsen ist er im Stadtteil Philippinenhof.

Maria lernte er in ihrem Heimatort in der Nähe von Hildesheim kennen. „Es war sofort Sympathie“, erzählt der charmante alte Herr und lacht. Mehr verrät er aber nicht. War es ein Problem, dass sie katholisch und er evangelisch war? „Nee“, sagt Friedrich Buhre, „überhaupt nicht“.

Nach der Heirat zog das Paar nach Kassel an den Philippinenhof in die Mommenröder Straße 2, wo Sohn Howard geboren wurde. Friedrich Buhre arbeitete 40 Jahre als Schweißermeister bei Henschel, seine Frau war Näherin bei Fröhlich+Wolff.

Urlaub haben die beiden nie gemacht, dafür ein schönes Zwei-Familien-Haus in Vellmar West gebaut. Dass ihm sein Chef beim Kauf des Grundstücks half, „dafür bin ich ihm noch heute dankbar“, erzählt Friedrich Buhre. Er war Mitglied im Schützenverein Hegelsberg-Vellmar, seine Frau liebte Handarbeiten. Und manchmal besuchten sie „Tantchen“, eine Verwandte von Maria. Es macht Friedrich Buhre traurig, dass seine Frau sich auch daran nicht mehr erinnern kann.

Dann wird er wieder fröhlich und erzählt, wie gerne er mit Maria gemeinsam gekocht hat. „Ich machte Kartoffelklöße mit Gulasch, Maria die Suppe“, sagt er und strahlt.

Seit zwei Jahren leben die Buhres nun im Seniorenheim in Vellmar im Rembrandtweg. Dort gefällt es ihnen gut, vor allem das Café gefällt Friedrich Buhre. Und er unterhält sich gerne, besonders mit den Mitarbeiterinnen Valentina, Sabine und Angelika, die eigentlich Elke heißt, plaudert Friedrich Buhre gerne.

Am Donnerstag feiern die Buhres nicht nur ihre Eiserne Hochzeit, zugleich findet im Heim auch das Herbstfest statt.

„Ein Fest zu unserem Fest“, sagt der Ehemann und lächelt. (pom)

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