Parkplatzproblem in Hertingshausen noch ungelöst: Tennenplatz kann nicht verlegt werden

Einige Hürden für den Sportpark

Warten auf die Bagger: Die denkmalgeschützte Eiche vor der Sporthalle Hertingshausen wird mit einem Holzgatter vor den Baufahrzeugen geschützt. Fotos: Dilling

Baunatal. Die marode Sporthalle ist schon weitgehend entkernt, voraussichtlich ab April sollen die Bagger rollen. Dann wird auch der Außenbereich der Halle zur Baustelle. Die Ausschreibungen sind bereits in vollem Gang. Bis Sommer nächsten Jahres soll dann der ganze Sportpark Hertingshausen fertig sein, mit erweiterter, grundsanierter Halle, einem Kunststoffspielfeld, einem - dank eingearbeiteter Kunstfasern - strapazierfähigerem Sportplatz sowie großzügigeren Parkmöglichkeiten. Doch gerade die Parkplätze erweisen sich als hohe Hürde für das Projekt, das am Ende schätzungsweise insgesamt bis zu 600 000 Euro kosten könnte.

Seit Jahren kämpft der TSV Hertingshausen um bessere Parkmöglichkeiten an seinen Sportanlagen. Wenn in der Sporthalle Spielbetrieb ist, wird regelmäßig von Besuchern am Werraweg wild geparkt, die Autos stehen bis ins angrenzende Wohngebiet hinein. „Sogar der Bus kommt nicht immer durch“, sagte Manfred Werner, Vorsitzender des TSV, als Erste Stadträtin Silke Engler jetzt Bürger vor Ort über das Vorhaben informierte. Es bestehe die Gefahr, dass Fußgänger zu Schaden kämen, sagte ein anderer Bürger.

Ursprünglich hatte die Stadt geplant, in der Verlängerung des bestehenden Tennenspielfelds auf einem angrenzenden Acker einen Kunstrasenplatz anzulegen. Dann hätte Raum für weitere Parkplätze gewonnen werden können. Für dieses Vorhaben sei nun von der Naturschutzbehörde „keine Genehmigung in Aussicht gestellt“ worden, teilte Engler mit. Direkt an der Halle besteht ebenfalls keine Möglichkeit zusätzlicher Parkplätze. Denn aus brandschutztechnischen Gründen muss eine Umfahrung für die Feuerwehr frei bleiben.

Deshalb muss eine neue Lösung her: Das Kunstrasenspielfeld soll noch dieses Jahr auf dem bestehenden Tennenplatz angelegt werden. Man werde ihn soweit es geht auch erweitern, sagte Uwe Schenk, Leiter des Fachbereichs Bauen und Umwelt.

Das Problem der Parkplätze soll ein von der Stadt beauftragtes Ingenieurbüro lösen. Die Aufgabe besteht darin, auf dem schmalen Grünstreifen zwischen den Tennisplätzen des TSV und dem Werraweg so viele Stellplätze wie möglich zu schaffen.

Im Frühjahr will die Stadt diese Planungsvorschläge mit den Bürgern diskutieren. Nächsten Herbst könnte dann die künftige Parkfläche gerodet und im Frühjahr 2016 befestigt werden. TSV-Chef Werner äußerte sich etwas skeptisch zu dem Plan. „Wir sollten nichts Halbes machen“, sagte er. Nachbesserungen würden die Stadt nur zusätzliches Geld kosten.

Immerhin gehe es um weit über 100 Fahrzeuge, die in Spitzenzeiten einen Parkplatz an der Halle suchten. Und Günter Haase, Vorsitzender der Tennisabteilung, wies darauf hin, dass man auch an das Lärmproblem für die Anwohner denken müsse.

HINTERGRUND

Von Peter Dilling

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.