Nieste: Baustart für Edeka-Vergrößerung und neue Ladenzeile im Frühjahr – Bauschutthalde verschwindet

Einkaufszentrum in Nieste rückt näher

Nieste. Der Bauantrag für das neue Nahversorgungszentrum beim Niester Edeka-Markt ist gestellt, im Frühjahr 2014 können nach Einschätzung von Bürgermeister Edgar Paul (SPD) die Arbeiten losgehen.

Sein Ziel: Bis Weihnachten nächsten Jahres soll das von dem Kaufunger Architekten Joachim Döring geplante kleine Einkaufszentrum fertig und geöffnet sein. Der riesige Bauschuttberg, der nach dem Abriss vom früheren Gasthaus „Zum Niestetal“ übrig geblieben ist, wird jetzt schon langsam abgetragen und dient als Materiallieferant zur Befestigung von Wald- und Wirtschaftswegen.

Ein Großteil soll zerschreddert werden und dann als Tragschicht für die Fundamente der Erweiterungsgebäude dienen. Der Edeka-Markt von Alexander Hartung soll seine Verkaufsfläche von derzeit 450 auf dann 1200 Quadratmeter fast verdreifachen und den jetzt noch einige hundert Meter entfernten Getränkemarkt aufnehmen. Außerdem erhält er eine große Drogerieabteilung. In einer angrenzenden Ladenpassage werden ein Laden für Lotto, Toto und Post und eine Metzgerei einziehen. Die Bäckerei Hermann gibt ihren heutigen Standort auf und siedelt ebenso um, wie die Niester Filiale der Kasseler Sparkasse. Die Bäckerei schafft hier ein Café, das im Sommer auch Freiplätze anbieten und sonntags geöffnet haben wird.

Gewaltiger Schuttberg: Was vom ehemaligen Gasthaus „Zum Niestetal“ übrig blieb, wird zur Befestigung von Wegen und als Fundament für den Erweiterungsbau des Edeka-Marktes benötigt. Foto: Stier

Die freiwerdenden Gebäude im Dorfzentrum sollen nicht leer stehen, kündigte Paul an. Für Getränkemarkt, Sparkasse und Lotto-Laden seien schon neue Nutzer gefunden, einzig für die Bäckereiräume werde noch eine Nachfolge gesucht. Der Neubau wird nach Aussagen des Bürgermeisters etwa zwei Millionen Euro kosten.

Die Gemeinde tritt als Bauherr auf und verpachtet die Flächen an die neuen Nutzer und Edeka-Marktleiter Hartung. Ziel ist es, dass Hartung spätestens nach zehn Jahren die Gebäude von der Gemeinde erwirbt. Zur Finanzierung des Baus rechnet Paul mit hohen Förderquoten durch das Dorferneuerungsprogramm.

Dass das prosperierende Nieste ein leistungsfähiges Nahversorgungszentrum braucht, steht für den Verwaltungschef außer Frage. In den vergangenen Jahren wurden in der kleinen Gemeinde immerhin rund 200 Bauplätze verkauft und schon teilweise mit Einfamilienhäusern besetzt. Und von den 58 Bauplätzen im Neubaugebiet Valtensbreite sind schon im ersten Jahr der Vermarktung 26 Plätze verkauft worden. Paul: „Eigentlich sollte die Valtensbreite die Baulandnachfrage für die nächsten zehn Jahre decken.“

Von Thomas Stier

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