„Wichtelpapa“ Isak Burg schreibt Buch über die Dörnbergregion – Lesungen im Café Eden

Einmal eintauchen in die Sagenwelt

Schreibt an einem neuen Buch: Isak Burg schreibt derzeit in Ahnatal mit Blick auf die Helfensteine und den Dörnberg an seinem neuen Buch über die Sagen der Dörnbergregion. Foto: Kisling

Ahnatal. Was hat es mit der Sage des schlafenden Riesen, wie die Helfensteine häufig genannt werden, auf sich? Und was hat dieser Riese mit der Entstehung des Ahnataler Bühls oder mit dem Teufelsbild in der Dörnberger Kirche zu tun? Sagen und Geschichten rund um den Dörnberg gibt es viele in der Region. Sie sind häufig Gegenstand der Forschung bei heimischen Geschichtsvereinen.

Der als „Wichtelpapa“ bekannt gewordene Ahnataler Isak Burg widmet sich seit einigen Jahren den historischen Begebenheiten und versucht, sie mit mythischer Fiktion zu verknüpfen. Nach seinem 2012 erschienenen Buch „Dörnberggeschichten: Der Recke vom Zauberberg“ schreibt der 64-Jährige derzeit an einem neuen Werk. Die geplanten 15 Kurzgeschichten, die für sich unabhängig sind, sollen dem Leser aber eine Verknüpfung der einzelnen Sagenwesen mit historischen Begebenheiten ermöglichen.

Burg war von Wiesbaden nach Zierenberg gezogen, um sich den Sagen und Mythen des Dörnbergs zu widmen und in Ahnatal seine Erfahrungen und Inspirationen in Form von Kurzgeschichten aufzuschreiben.

Für seine Recherche arbeitete er mit den Geschichtsvereinen der umliegenden Gemeinden zusammen, besichtigte beispielsweise die Dörnberger Kirche, in der er das Wandbild des Teufels in einer seiner Geschichten analysiert und offene Fragen zur menschlichen Definition von Gut und Böse aufwirft.

In Burghasungen stieß der Autor, der neben dem Schreiben auch ein leidenschaftlicher Künstler ist und seine Bilder unter anderem bereits im Ahnataler Rathaus ausstellte, auf die Sage der Wichtelkirche, die 1905 von einem Kantor geschrieben worden war. In Weimar schloss sich mit der Erzählung des schlafenden Riesen, der aufgrund seines Schlafs den Abbau des Basaltberges Bühl nicht verhindern konnte, für Burg ein Kreis.

„Es ergeben sich beim Schreiben immer neue Türen, die in eigene Bewusstseinsräume führen. Jede Figur liefert eine Erklärung und so baut sich mosaikähnlich nach und nach ein Gesamtbild auf“, erklärt Burg. Beim Schreiben verfolgt er dabei keinem vorher festgelegten Handlungsstrang, der die Figuren verknüpft.

Stattdessen überlegt er sich anhand der historisch nachweisbaren Gegebenheiten ein Handeln der Figuren und verknüpft analog zum Leser erst im Nachhinein die sich daraus ergebenden Erklärungen der anderen Naturwesen. „Die Verknüpfung von Sagen aus dem heimischen Volksmund mit meiner eigenen Interpretation ist der Kern der Geschichten“, so Burg.

Im Mai soll sein neues Buch erscheinen. Bereits am Samstag, 8. März, und am Samstag, 29. März, finden im Café Eden auf dem Dörnberg jeweils von 15 bis 17 Uhr eine Bilderausstellung und eine erste Lesung mit Geschichten aus dem neuen Buch statt.

Von Tobias Kisling

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.