400 Räder standen bei Fahrradbörse in der Ahnatalschule zum Verkauf

Von Einrad bis E-Bike

Pünktlich: Um 12.30 Uhr eröffnete die Fahrradbörse und mehrere hundert Besucher stürmten das Atrium der Ahnatalschule in Vellmar, wo rund 400 gebrauchte Fahrräder aller Größen und Preislagen auf Käufer warteten. Fotos: Brandau

Vellmar. „Das Angebot war überwältigend“, schwärmte Werner Prascheck, Vorsitzender des Motorsportclubs (MSC) Espenau-Vellmar, als er die 18. Fahrradbörse im Atrium der Ahnatalschule in Vellmar eröffnete. Fast 400 Räder wurden bis zum Verkaufsbeginn um 12.30 Uhr abgeliefert. Dabei reichte die Palette vom Einrad über Tandems und Anhängern bis zum E-Bike, einem elektrisch betriebenen Fahrrad.

Alle Hände voll zu tun hatten die 40 freiwilligen Helfer, die an fünf Annahmestellen die angelieferten Zweiräder entgegen nahmen. Bereits um 10 Uhr bildeten sich lange Warteschlangen auf dem Schulhof. „Mit solch einem Andrang hatten wir wirklich nicht gerechnet“, sagte Prascheck.

Vielleicht habe es auch an dem frühlingshaften Wetter gelegen, dass so viele Menschen kamen, spekuliert der 61-Jährige. Allerdings hat die Börse des MSC auch einen guten Namen in der Region. Viele Kunden kommen regelmäßig zu der Verkaufsaktion.

Jede Menge Schnäppchen waren zu haben. Da wurde ein nagelneues Damenfahrrad mit Scheibenbremsen für 160 Euro angeboten, mit dem noch nicht einmal ein Kilometer gefahren wurde, weil die Besitzerin es geschenkt bekommen hatte und selbst nicht mehr fahren wollte.

Auch ein modernes Rad mit Elektromotor stand zum Verkauf. Doch es blieb stehen, weil 470 Euro vielleicht zu viel waren. Dagegen waren Kinderräder wieder der Renner, denn die Kleinen wachsen schnell und dann muss ein größeres Rad her.

So wie bei Stina Tolusch aus Calden. Sie fand auf Anhieb ihr Traumrad. Natürlich ein Pinkfarbenes. Es gefiel ihr so gut, dass sie gar nicht mehr absteigen wollte, auch dann nicht, als Opa Bernd das Rad technisch begutachten wollte.

„Es ist eine tolle Farbe und ich werde damit vielleicht auch zur Schule fahren“, schwärmte die Sechsjährige, die auf eine Probefahrt im Schulhof verzichtete. Auch Opa Bernd war mit der Kaufentscheidung sehr zufrieden. „Schließlich sind 35 Euro für das Rad angemessen. Wir hätten bis zu 70 Euro ausgegeben“, sagte er und verschwand an der Kasse, wo sich längst wieder eine Schlange gebildet hatte.

Als Prascheck den Zugang zum Atrium pünktlich um 12.30 Uhr offiziell freigegeben hatte, strömten mehrere hundert Menschen in Richtung der aufgebauten Fahrräder. Nach knapp einer Stunde hatten die meisten gebrauchten Drahtesel den Besitzer gewechselt.

Wer dann noch keines gefunden hatte, der muss wohl bis zur nächsten Börse warten, die ganz sicher wieder vom MSC Espenau-Vellmar angeboten wird.

Von Werner Brandau

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.