Armin Wietzorke managt in Lohfelden die Energiewende vor Ort – Stelle ist auf drei Jahre befristet

Im Einsatz für den Klimaschutz

Ziel ist Reduzierung der Umweltbelastung: Im Interesse der Klimaverbesserung benutzen Bürgermeister Michael Reuter (rechts), der neue Klimaschutzmanager Armin Wietzorke (links) und weitere Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung bei Dienstfahrten einen Elektro-Smart. Foto: Wohlgehagen

Lohfelden. Der selbstständige Energieberater Armin Wietzorke (54) aus Guxhagen hat das Klimaschutz-Management der Gemeinde Lohfelden übernommen. Der seit Mitte November im Team des Bauamts mitarbeitende Architekt wurde von Bürgermeister Michael Reuter (SPD) offiziell vorgestellt.

Armin Wietzorke ist bereits der zweite Klimaschutzmanager, den die Gemeinde Lohfelden einstellt. Die erste Stelleninhaberin hatte das Arbeitsverhältnis wenige Tage nach ihrem Dienstbeginn zugunsten einer Anstellung an ihrem Wohnort wieder gekündigt.

Der politische Auftrag der Gemeindevertretung für eine Energiewende müsse ins wirkliche Leben übertragen werden, sagte Verwaltungschef Michael Reuter. Dabei seien eigene Ideen und viel Werbung für das Förderprogramm der Gemeinde gewünscht.

Sanierung von Altbauten

Die Gemeinde Lohfelden will bis 2030 vollständig CO2-neutral wirtschaften. „Damit kann ich mich gut identifizieren“, sagte Armin Wietzorke, er sehe sein Hauptbetätigungsfeld in der energetischen Sanierung des Althausbestands. Das werden besonders die Grünen im Kommunalparlament positiv aufnehmen, die mit einem Antrag im März 2013 mehr Aktivitäten für den Klimaschutz und die Sanierung älterer Häuser gefordert hatten.

Mit einer Passivhaussiedlung war in Lohfelden vorher schon ein anderer, noch viel größerer Schritt in Richtung Energiewende eingeleitet worden: Im Rahmen des Siedlungsschwerpunktes Lindenberg entstehen zwischen Holzweg und Kreisel an der Eschweger Straße zurzeit mehr als 100 neue Wohneinheiten, die in der Regel keine klassische Gebäudeheizung benötigen. Profilieren könnte sich der neue Klimaschutzmanager vor allem auch beim brandaktuellen Thema Straßenbahnanschluss. Experten haben errechnet, dass sich der Ausstoß an Kohlendioxyd in Lohfelden im Falle einer Tramverbindung um mehr als 600 Tonnen jährlich reduzieren würde.

Vorbereitung auf Messe

Hierzu nahm Armin Wietzorke während seiner Vorstellung noch nicht Stellung. Er kümmere sich aktuell um die Ausrichtung der „Haus- und Sanierungsmesse“ der Gemeinde zur Gewerbeausstellung am 5. und 6. April an den Richter-Hallen, sagte der neue Klimaschutzmanager.

Informiert wurde seitens des Rathauses außerdem darüber, dass die Gemeindeverwaltung ab sofort ohne Gebühr Wärmebildkameras verleiht, mit deren Hilfe man die Wärmeverluste eines Gebäudes und die Notwendigkeit energetischer Sanierungsmaßnahmen ermitteln kann.

HINTERGRUND

Von Hans-Peter Wohlgehagen

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