Förderverein sammelte 150 000 Euro – Aktionen beleben ehemalige Klosterkirche

Einsatz für Marienbasilika

Engagement im Förderverein: Vorsitzender Dieter Krausbauer (links) und Beisitzer Karl Georg Schäfer setzen sich nicht nur für eine offene Kirche, sondern auch für ein kulturelles, vielfältiges Leben in der renovierten Gebäude ein. Foto: Hobein

Fuldatal. Erst kümmerten sie sich um die Renovierung der Marienbasilika und danach sorgten sie für kulturelles Leben in der ehemaligen Wilhelmshäuser Klosterkirche. Die Rede ist von den Mitgliedern des Fördervereins Marienbasilika Wilhelmshausen, der im August 2002 gegründet wurde und in diesem Jahr auf ein zehnjähriges Bestehen zurückblicken kann.

„Für den Erhalt der historisch bedeutenden Kirche haben wir in diesen zehn Jahren rund 150 000 Euro aufgebracht“, berichtet der Vorsitzende Dieter Krausbauer und ist stolz auf das Wirken des Fördervereins.

Mit den eingeworbenen Spenden vor Ort habe man erreicht, dass der Verein zweimal, in den Jahren 2003 und 2006, erhebliche Beträge aus dem Kirchenerhaltungsfonds der Evangelischen Landeskirche von Kurhessen und Waldeck erhielt. Das Geld floss in die Sanierung der ehemaligen Klosterkirche.

„Wir waren einer der ersten Fördervereine im Kirchenkreis Hofgeismar, über den Fördergelder der Landeskirche aktiviert werden konnten“, sagt dazu Karl Georg Schäfer, Vorsitzender des Wilhelmshäuser Kirchenvorstandes und Beisitzer im Fördervereinsvorstand.

Aber nicht nur die grundlegende Sanierung des Kirchengebäudes lag den Mitgliedern des Vereins am Herzen, auch die Innengestaltung, besonders für die Restaurierung der über 200 Jahre alten Orgel setzte sich der Verein vehement ein. Sie konnte im Jahre 2011 mit dem Einbau der letzten zwei Register abgeschlossen werden.

Für seinen Einsatz, die alte, ehrwürdige Klosterkirche für den Ort zu erhalten und attraktiv zu machen, erhielt der Verein den zweiten Preis des Förderpreises Hessische Heimatgeschichte 2006 aus den Händen des damaligen Staatsministers Udo Corts. Damit wurde die stärkende Funktion des Fördervereins für die Aktion „Kirche im Dorf“ als Mittelpunkt eines aktiven gemeindlichen Lebens gekrönt.

Durch die rührige Arbeit des Vereins, insbesondere des Vorsitzenden Dieter Krausbauer, sei die Geschichte des Klosters in vielen Publikationen wieder bekannt gemacht und dadurch auch wieder in den Blick der Öffentlichkeit gebracht worden, betont Karl Georg Schäfer.

Nach der fünfjährigen Bauphase an der Marienbasilika, die im Jahre 2007 beendet war, startete der Verein vielfältige Aktivitäten, um die Kirche zu beleben. Das Projekt offene Basilika wurde organisatorisch mit dem Schlüsseldienst unterstützt wie auch zahlreiche Veranstaltungen im Kirchgarten.

„Die Besucher sind immer wieder begeistert über die schlichte Kirche und beglückwünschen die Wilhelmshäuser zu dem geschichtsträchtigen Kleinod des Fuldadorfes“, freut sich Dieter Krausbauer und gibt so das Kompliment an die Gemeinde weiter. Auch sei er dankbar, dass die Arbeit in all den Jahren durch viele Förderer, Spender sowie durch Vereine, Organisationen und öffentliche Einrichtungen unterstützt wurde.

Von Klaus Hobein

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