Lohfeldener Parlament: Grundwasser schützen

Einstimmig gegen Fracking

Lohfelden. Das Gemeindeparlament Lohfelden hat sich in seiner jüngsten Sitzung einstimmig gegen die Förderung von Erdgas in Nordhessen mittels des Fracking-Verfahrens ausgesprochen. Dabei wird Wasser unter Zusatz giftiger Chemikalien in den Boden gepresst, um in Schiefergestein gebundenes Erdgas zu fördern.

Die Risiken vor allem für das Trinkwasser seien zu groß, sagte Bürgermeister Michael Reuter (SPD). Der Schutz des Grundwassers sei eine „Daseinsvorsorge für unsere Bürger“.

„Wollen wir das? Ganz klar: Nein“, sagte CDU-Fraktionsvorsitzende Birgit Kaiser-Wirz. Jürgen Kirchner (Unabhängige) ermutigte den Bürgermeister, notfalls juristische Schritte in Erwägung zu ziehen.

Anhörung am 5. Oktober

Dr. Christoph Brake (Grüne) verwies auf eine Anhörung im Regierungspräsidium Kassel am 5. Oktober, 10 Uhr, zum Thema Fracking. Er rief dazu auf, durch eine breite Demonstration vor dem Gebäude „die Stimmung in der Region deutlich zu machen“.

Man müsse der Landesregierung in Wiesbaden deutlich machen, „dass wir Nordhessen es nicht zulassen, dass unsere Heimat verscherbelt wird“, sagte Dr. Eike Bornmann (SPD).

In ihrer umfangreichen Stellungnahme zu dem Fracking-Vorhaben macht die Gemeinde deutlich, dass sie Probebohrungen und eine spätere Förderung auf ihrem Gebiet „für nicht akzeptabel“ hält. Das Bergrecht müsse geändert werden; die Ablehnung der Fracking-Methode durch die Wasserbehörde des Landkreises und sämtliche Wasserbehörden in Nordhessen dürfe nicht ignoriert werden, heißt es weiter. (hog)

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