Eintauchen in eine fremde Welt

Anna Lipphardt aus Baunatal arbeitet als Freiwillige an einer Schule in Uganda

Von Baunatal nach Südafrika: Seit drei Monaten lebt Anna Lipphardt in Uganda. In der Grundschule unterrichtet sie Mathematik, Englisch und Sport. Foto: nh

Baunatal / Kampala. Fließendes Wasser, Strom aus der Steckdose und eine umfassende Bildung: Für die Menschen in Uganda sind diese Dinge bei Weitem nicht selbstverständlich. Diese Erfahrung macht Anna Lipphardt aus Baunatal gerade.

Seit drei Monaten arbeitet sie im „Trust Future Uganda“ in der Nähe der Hauptstadt Kampala - einem Gemeindezentrum, das vor allem Kinder und Jugendliche aus HIV-positiven Familien unterstützt. „Ich fand es reizvoll, eine mir gänzlich unbekannte Kultur kennenzulernen“, begründet die 20-Jährige ihre Entscheidung, ein halbes Jahr als Freiwillige in Ostafrika zu verbringen.

Bis Ende März wird sie bleiben - und bis dahin Grundschüler in Englisch, Mathematik und Sport unterrichten. Anfangs seien die Kinder noch ein wenig schüchtern gewesen, inzwischen gebe es jedoch rege Diskussionen im Unterricht. „Ich möchte die Kinder zu eigenständigem Denken ermutigen“, sagt die junge Baunatalerin.

Über 200 Grundschüler werden zurzeit in der Grundschule des Trust Future Uganda unterrichtet. Naturwissenschaften, Religion und Musik gehören ebenso zu den Fächern wie Gesellschaftslehre und Literatur. Aber auch Kinderrechte und Verantwortung sollen vermittelt werden. Denn: Aus den Jungen und Mädchen sollen selbstbewusste, positiv denkende Erwachsene werden.

In den vergangenen Wochen hat Anna Lipphardt Land und Leute gut kennengelernt. „Die meisten Einheimischen sind sehr offen und herzlich“, erzählt die 20-Jährige. Besonders der Optimismus der Jugendlichen habe sie tief beeindruckt: „Trotz der hohen Arbeitslosigkeit haben sie Ambitionen und leben nach dem Grundsatz, dass alles möglich ist.“

Uganda sei ein wundervolles, abwechslungsreiches Land, berichtet Lipphardt. Es gebe Wasserfälle und Seen, Nationalparks mit wilden Tieren, Vulkane und Gebirgsketten. Und auch kulinarisch fühlt sich die Baunatalerin wohl. Die Auswahl an exotischen Früchten sei riesig - und günstig obendrein.

Der Aufenthalt in Afrika wird sie zu einem anderen Menschen machen, da ist sich Anna Lipphardt sicher. „Die Erfahrungen haben mich selbstständiger und offener gemacht“, sagt sie. Zudem werde sie viele Dinge, die sie früher als selbstverständlich betrachtete, mehr zu schätzen wissen. Zum Beispiel immer dann, wenn sie den Wasserhahn aufdreht. (pdf)

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