Elgerhaus: Hoffnung auf mehr Tagungen

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Oliver Höppner

Schauenburg. Das Elgerhaus in Schauenburg-Elgershausen soll künftig stärker als Veranstaltungszentrum vermarktet werden.

Doch mangelt es an zwei Dingen: Zum einen ist die Halle kaum über die Grenzen Schauenburgs hinaus bekannt. Zum anderen ist sie mit veralteter und nicht ausreichender Technik ausgestattet.

Um das Elgerhaus markt- und zukunftsfähig zu machen, muss die Gemeinde aktiv werden.

Laut Bürgermeisterin Ursula Gimmler (CDU) werde derzeit ein Vermarktungskonzept erarbeitet, um dem Haus zu überregionaler Bekanntheit zu verhelfen. So sei beispielsweise die Einrichtung einer separaten Homepage geplant und es werde über personelle und steuerliche Fragen beraten. Um das Problem der mangelhaften technischen Ausstattung anzugehen, hatte Ortsvorsteher Dirk Hofmann (Offensive) die Installation von Veranstaltungstechnik wie Beamer und Leinwand auf die Tagesordnung der vergangenen Ortsbeiratssitzung gebracht.

Derzeit verfügt das Haus lediglich über Ton- und Lichttechnik aus den 1990er-Jahren. Hofmann verbindet mit einer festen modernen technischen Ausstattung des Elgerhauses eine bessere Chance zur Vermarktung. Gimmler machte allerdings klar, dass diese Anschaffung derzeit nicht vorgesehen sei. Allein die Technik für den großen Saal gehe mit Kosten in fünfstelliger Höhe einher. „Im Haushalt ist kein Geld dafür vorgesehen“, sagt die Bürgermeisterin. Stattdessen sollen die Geräte bei Bedarf von einem externen Dienstleister angemietet werden. Das ermögliche auch auch ein weiter reichendes Angebotsspektrum, so Gimmler.

Oliver Höppner, Bereichsleiter Kassel Marketing Kongress Palais, rät hingegen, zumindest eine Standardausstattung vorzuhalten. Dazu gehörten Beamer, Leinwand und Tontechnik. „Gerade für kleinere Veranstaltungen ist es aufwendig, die Technik über Dritte zu besorgen“, sagte er auf HNA-Anfrage. Außerdem treibe das den Preis für den Mieter in die Höhe. Einfacher sei es, auf vorinstallierte Geräte zurückgreifen zu können. Dann gebe es auch keine Probleme bei deren Einstellung.

Erhöhten Personalbedarf sieht er nicht zwangsläufig gegeben. „Für einfache Tagungsveranstaltungen genügt es, wenn die Geräte grundeingestellt und eingeschaltet sind. Das kann auch der Hausmeister erledigen“, so Höppner.

Gimmler schließt die Anschaffung unterdessen für die Zukunft nicht aus, will aber erst Erfahrungswerte sammeln und die Vermarktung ankurbeln. „Wir müssen das Pferd von vorn aufzäumen“, sagt sie. Ein erster Schritt, um das Elgerhaus zukunftsfähig zu machen, soll demnächst getan werden. Es soll aus Haushaltsmitteln mit WLAN ausgestattet werden.

Von Nicole Schippers

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