Eltern in Eiterhagen verwandeln Wildnis in Spieloase

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Bach wird zum Wasserspielplatz: Eiterhagener Kinder schippten am Wochenende eifrig Kies. Weiter unten am Bach können sie das Wasser mit einer Spirale transportieren. Foto:  Dilling

Söhrewald. Die Senke neben der Pizzeria „Da Vinci“ in Eiterhagen bietet viel Natur und viel Platz für Kinder zum Spielen. Doch der Spielplatz dort ist in die Jahre gekommen. Das feuchte Gelände daneben war verwildert. Spielgeräte faulten und mussten auch Sicherheitsgründen abgebaut werden. Eine Rutsche, eine Schaukel und ein kleines Klettergerüst sind übrig. Doch bis zum Sommer wird sich das Gelände in eine Spieloase für Eiterhagener Mädchen und Jungen verwandeln. Das gelingt nur, weil viele Eltern und sogar Kinder ehrenamtlich mit anpacken.

Der Bauhof der Gemeinde Söhrewald hat bereits den zugewucherten Entwässerungsgraben im unteren Teil freigeschnitten, sein Bachbett neu modelliert und das Ufer mit Kies angefüllt. Finja Lange und weitere Kinder schaufelten am Wochenende das Gewässer so breit, wie sie es zum Spielen haben möchten. am Auslauf des Grabens ist eine Wasserschnecke installiert worden, mit der die Kinder das kühle Nass transportieren und auf drei Tischen mit Sand matschen können.

„Früher waren hier ganz viele Algen, im Sommer hat das schlimm gestunken“, sagt die zehnjährige Finja. Sie meint damit das ehemalige Löschwasser-Reservebecken der Feuerwehr, das der Bauhof zugeschüttet hat und mit Fundamenten für einen Balancier-Parcours, eine sogenannte Slack-Line, befestigen wird. Die Eltern säen diesen Parcours später ein.

Auf der anderen Seite der Wiese helfen Katharina Emmeluth, ihr Mann Daniel und weitere Eltern, die Krone eines Weidenbaums zum Zeltdach eines Tipis zusammenzubiegen, in dem die Kinder dann spielen können. Bürgermeister Michael Steisel steht auf der Leiter und zieht die Äste mit einem Gurt zusammen.

Thilo Vesper, Jason Jakobshagen und Jörg Braunisch befreien den feinen Kiesbelag des Spielplatzes von Unkraut. Sie haben sich mit 40 weiteren Müttern und Vätern vor fünf Jahren zur Sparte „Eltern-tun-was“ im TSV 1909 Eiterhagen zusammengeschlossen. Der Name ist Programm: Sie haben bereits auf dem Eiterrhagener Sportplatz eine Reckstange für Kinder errichtet und organisieren Kindersachenbasare.

Der Spielplatz soll laut Stefan Weise von der Gemeindeverwaltung noch mit einem sogenannten Sand-Bauhof und einem Sechseck-Klettergerüst bestückt werden. Für ein so beliebtes und schönes Freizeitgelände lohne sich die gesamte Investition der Gemeinde von 13 000 Euro, sagte Weise. „Wenn das hier fertig ist, haben wir in Eiterhagen den größten Spielplatz der Gemeinde“, sagen die drei Väter Vesper, Jakobshaen und Braunisch. (pdi)

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