Es bleibt dabei: Die Kita-Gebühren in Lohfelden werden bis 2016 um 27 Prozent erhöht

Eltern müssen mehr zahlen

Erneuter Protest: Rund 25 Eltern und Kinder verfolgten die Beratungen der Gemeindevertretung über die Erhöhung der Kita-Gebühren in Lohfelden. Das Bild zeigt einen Ausschnitt der Zuschauerplätze im Bürgerhaus. Foto: Wohlgehagen

Lohfelden. Es bleibt dabei: Die Elternbeiträge für die Betreuung in den Kindertagesstätten der Gemeinde Lohfelden werden bis 2016 um 27 Prozent erhöht. Die Anpassung der bisherigen Gebührensätze erfolgt ab 1. Januar 2014 in drei Stufen von jeweils neun Prozent. Das hat die Gemeindevertretung trotz erneuter Proteste aus der Bürgerschaft mit den Stimmen der SPD in namentlicher Abstimmung beschlossen.

Mit Tröten und Pfeifen

Die Sitzung im Bürgerhaus drohte aus den Fugen zu geraten, nachdem 25 der von der kräftigen Gebührenerhöhung betroffenen Eltern mit ihren Kindern in den Saal eingezogen waren und sich zu Beginn der Beratung mit Beifall und Pfeifen lautstark bemerkbar machten. „Ich bitte, nicht zu stören und keine Tröten loszulassen“, das widerspreche der Hausordnung, ermahnte Parlamentschef Uwe Jäger (SPD) die Zuhörer. Danach blieb es im Zuschauerraum ruhig.

Der Opposition aus CDU, Grünen und U2L half die lautstarke Unterstützung der Betroffenen im Ergebnis nicht: Die strittige Erhöhung der Elternbeiträge blieb trotz ihres Widerstands auf der Tagesordnung. Nach kontrovers geführter, schier endlos erscheinender Debatte, die Tobias Geismann (SPD) mit einem Märchen über das „Kinderland Germania“ noch um eine halbe Stunde verlängerte, setzten sich die Sozialdemokraten schließlich mit ihrer Mehrheit in der Sache durch.

Zuvor hatte Norbert Thiele noch einmal „Verständnis für das Engagement der Eltern“ gezeigt. Die Erhöhung der Kita-Gebühren sei jedoch wegen der schlechten Haushaltslage der Gemeinde unausweichlich, sagte der SPD-Fraktionssprecher.

Im weiteren Verlauf der Sitzung entschied das Parlament mit den Stimmen der SPD-Mehrheit trotz heftiger Kritik von CDU und Grünen („Qualitätsverlust“) außerdem, den Personalschlüssel in der Kinderbetreuung von 2,5 auf 2,0 Fachkräfte pro Gruppe (zuzüglich kinderfreier Tage) zu reduzieren. (ppw)

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