Helsa gibt Anschwung: Aktion in Eschenstruth fand große Resonanz

Fotograf als Regisseur: Jan von Holleben (rechts im blauen Trikot) dirigierte die Teilnehmer der Fotoaktion, bis sie einen Baum aus Menschen bildeten. Hier nimmt die Baumkrone Formen an. An dem Tau (links) hangelten sich Kinder an den Erwachsenen hoch.

Helsa. Ein großes Montagegerüst ragt fast bis unter die Decke der Schulturnhalle von Eschenstruth. Scheinwerfer sind aufgebaut, den Hallenboden bedeckt Rollrasen. Helsaer Mütter und Väter, Bürgermeister Tilo Küthe und die erste Beigeordnete Ute Wolfram-Liese haben sich darauf niedergelegt.

Der bekannte Fotograf Jan von Holleben greift hier nach einem Arm, dort nach einem Bein und formiert die Liegenden zu einem Baum, den er vom Gerüst aus ablichten wird.

So spektakulär nahm Helsa am Wochenende Anschwung, um für sich als kinderfreundliche Gemeinde zu werben. Die Fotoaktion ist Bestandteil der bundesweiten Initiative „Anschwung für frühe Chancen“ des Bundesfamilienministeriums und der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung, der sich bereits 120 Gemeinden angeschlossen haben.

50 Kinder und Erwachsene beteiligten sich in Helsa an der Aktion, die die Gemeinde bundesweit bekannt machen wird. Der Baum aus Menschen soll symbolisieren, dass Kinder mit Hilfe ihrer Eltern hinauf in die Zukunft klettern. Später baute Holleben mit den Kindern noch ein Schiff – auch das ein Symbol für den Aufbruch von Kindern ins Leben.

Fotoaktion: Helsa gibt Anschwung

„Eine tolle Aktion. Die Werbung ist für Helsa wichtig“, sagte Stephan Rüttimann, der mit seinen Kindern Fynn und Zoe beim Foto-Shooting mitmachte. Er habe vorher in Kassel gewohnt, erzählte der in Helsa aufgewachsene Familienvater. Doch als sich bei seiner Frau Nachwuchs angekündigt habe, sei klar gewesen, dass sie nach Helsa zurückkehren wollten. „Eschenstruth war die erste Wahl“, sagte Rüttimann. Kurze Wege zur Kita und zur Grundschule, viel Natur und mit der Tram schnell in Kassel: Das Dorf biete Neubürgern viele Vorteile.

Seit der Auftaktveranstaltung im Frühjahr hat sich nach den Worten von Ute Wolfram-Liese schon einiges getan. Beispielsweise habe man in einer Arbeitsgemeinschaft einen Leitfaden für die Angebote in der Gemeinde entwickelt, der ständig aktualisiert werden soll. Wolfram-Liese schätzt die Kosten auf 10 000 Euro. „Schön wäre, wenn sich dafür Sponsoren finden“, sagte die Beigeordnete.

Im übrigen habe sich bei der Bestandsaufnahme gezeigt, dass es in Helsa schon vielfältige Angebote für junge Familien gebe, die es noch besser zu verknüpfen gelte. Auch beim gesetzlichen Betreuungsanspruch für die Jüngsten sei die Gemeinde „gut dabei“, sagte Wolfram-Liese.

Schulleiterin Sonja Jansen, die sich auch an der Fotoaktion beteiligte, sieht die Grundschule als wichtigen Baustein für den Anschwung in Helsa. Sie bilde mit der Kita und den Vereinen eine attraktive Bildungslandschaft in der Gemeinde. (pdi)

Infos: www.anschwung.de, Fotos unter www.janvonholleben.de

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