Leerstehende Fachwerkgebäude in der Ortsmitte von Nieste werden abgerissen – Neues Zentrum geplant

Ende von altem Gasthaus ist besiegelt

Tage sind gezählt: Das frühere Gasthaus „Zum Niestetal“ wird in den kommenden Wochen abgerissen. Die Fachwerkgebäude in der Ortsmitte sind 175 Jahre alt. Archivfotos: Stier / Montage: HNA

Nieste. Das Schicksal des früheren Gasthauses „Zum Niestetal“ in der Ortsmitte von Nieste ist besiegelt. Die seit mehreren Jahren leerstehenden Fachwerkgebäude, die inzwischen der Gemeinde gehören, werden in den kommenden Wochen abgerissen.

Die erforderlichen Genehmigungen lägen inzwischen vor, sagte Bürgermeister Edgar Paul (SPD). Das 1837 errichtete Traditionsgasthaus, das über mehrere Generationen von der Familie Ketzer betrieben wurde, ist bereits seit Juni 2008 geschlossen.

Die Gemeinde hat eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, von der konkrete Vorschläge für die Nutzung des Areals erwartet werden. Die Ergebnisse sollen der Bevölkerung nach Angaben des Bürgermeisters im Herbst vorstellt werden. Ziel ist die Neugestaltung des Ortszentrums, um die Nahversorgung in Hessens kleinster selbstständigen Gemeinde sicherzustellen. Erste Pläne sehen vor, auf dem Areal an der Kaufunger Straße drei unterschiedlich hohe Flachbauten zu errichten. Darin könnten neben einem größeren Lebensmittelmarkt als Ersatz für den heutigen Edeka-Laden die Filiale eines regionalen Geldinstituts, eine Metzgerei, eine Bäckerei und das Bürgerservicebüro der Gemeinde untergebracht werden. Außerdem sind Parkplätze vorgesehen.

Auch Wohnen denkbar

Grundsätzlich ist auf dem rund 3000 Quadratmeter großen Gelände aber auch eine Wohnbebauung möglich. Bevor in den nächsten Wochen die Abrissbagger anrücken, werden die Mitarbeiter des Bauhofes die alten Gebäude weiter entrümpeln und das Vorgefundene entsorgen.

Ganz verschwinden wird der alte Gasthof im Übrigen nicht. Verwertbare Teile wie die seltenen, als Fassadenverkleidung dienenden Metallschindeln, die glasierten Dachziegel sowie die alten Holzbalken des Fachwerkgebäudes sollen nach dem Willen der Gemeinde verkauft werden.

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