Musischer Abend in der Gesamtschule Fuldatal: Schüler präsentierten sich vor Eltern und Schülern

Am Ende sangen alle und tanzten

Fuldatal. Beethoven klingt aus den goldenen Blasinstrumenten der jungen Musiker. Nach der Begrüßung durch Selina und Lukas geht es mit neueren Stücken weiter. Plötzlich setzt das Schlagzeug ein, was die Stimmung auflockert und den musischen Abend in der Gesamtschule Fuldatal in eine ganz andere Richtung lenkt.

Nach einer Woche der Vorbereitung, des Übens und des Einstudierens wird von den Schülern das fertige Programm präsentiert. Der Abend ist klar strukturiert. Angefangen mit altbekannten, aber aufgelockerten Musikstücken wie „Old McDonald had a Band“ geht es über eine Aufführung der Theater-AG, der 20-köpfigen Zirkusgruppe Fantasia und des Chors bis zum Höhepunkt des Abends.

Alle Kinder und Jugendlichen, die Teil der Vorführung sind, kommen auf die Bühne. Ein Zwölftakter-Blues im Hardrock-Sound wird angestimmt und dazu getanzt. Das Publikum ist begeistert vom gelungenen Abschluss.

Sabine Kluth, Musiklehrerin an der Schule, tritt über den ganzen Abend hinweg immer wieder als Dirigentin auf die Bühne und organisiert das Geschehen auf und hinter der Bühne.

Projektwoche

Die Lehrerin legt großen Wert auf den musischen Abend. Wichtiger ist ihr aber die Projektwoche, in der die Show erarbeitet wird. „Die Schüler müssen auch mal eine Woche aus dem Schulalltag rauskommen“, sagt sie, während sie zufrieden der Moderation von Selina und Lukas, zwei Sechstklässlern der Schule, zuschaut. Mit einem Witz schicken Selina und Lukas das Publikum in die einzige Pause der einmal im Jahr stattfindende Veranstaltung. Unterstützt wird Musiklehrerin Kluth von dem Kasseler Verein Zirkotopia und der Schulsozialarbeiterin Ute Waldmann.

„Wir arbeiten nah an der Fantasie der Kinder“, sagt Ben Stuhrmann von Zirkotopia aus Kassel. Die Kinder sollen sich entfalten können. Der Verein, der regelmäßig mit Schulen in der Region zusammenarbeitet, habe sich zum Ziel gesetzt, junge Talente zu fördern.

Gerade Schüler, die nicht so gut mit Fächern wie Mathematik oder Biologie zurechtkommen, könnten von dem Angebot der Zirkusgruppe profitieren, sagt Stuhrmann.

Die Abwechslung, das kreative Arbeiten, könne den Schülern einen Ausgleich bieten. Davon abgesehen fördert die Zirkusgruppe ganz gezielt die Fähigkeiten der Kinder. So sei etwa die Jonglage, die die Kinder üben, ein gutes Mittel, um ihre kognitiven Fähigkeiten zu stärken. So unterstütze das kreative Angebot die Schüler in ihrem Schulalltag. Aber ohne Spaß an der Sache funktioniere das nicht, betont Stuhrmann.

Von Sebastian Dilling

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