Ökopartei kritisiert mangelnde Transparenz von Verhandlungen um Eon-Mitte-Anteile

Kritik an mangelnder Transparenz: Grüne wollen bei Energie mitreden

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EAM-Modell, nein danke: Die Grünen wollen eine dezentrale Energieversorgung.

Kreis Kassel. Die Grünen im Landkreis Kassel beklagen einen Mangel ein Transparenz der Verhandlungen um einen kommunalen Rückkauf von Anteilen am Energieversorger Eon Mitte. Die Ökopartei kritisiert die Spitze des Landkreises Kassel, die Informationen zurückhalte.

Zugleich lehnen die Grünen ab, zu einem Modell ähnlich des früheren Energieversorgers EAM zurückzukehren.

Zwölf Landkreise und die Stadt Göttingen, die früheren Anteile an der EAM (Elektrizitätsaktiengesellschaft Mitteldeutschland) hatten, verhandeln über den Rückkauf. Dabei müssten auch dezentrale Varianten diskutiert werden, verlangen die Grünen-Sprecher Edmund Borschel (Baunatal) und Jochen Lody (Kaufungen) in einer Pressemitteilung. Diese Forderung sei Ergebnis eines Treffens von Grünen aus allen betroffenen Gebieten.

Die Umweltpartei verweist auf eine Gemeinschaftsstudie der Stadtwerke Union Nordhessen und des Instituts Fraunhofer Iwes mit dem Ergebnis, dass eine dezentrale Energiewende in der Region Kassel möglich sei.

„Verschlossene Türen“

Die Grünen wollen an einem Termin mit dem sogenannten Transaktionsberater, den die kommunale Seite verpflichtet hat, teilnehmen. Borschel: Man wolle schnellstmöglich erfahren, was „hinter verschlossenen Türen und in kleiner Runde“ zwischen Landräten, Eon Mitte und Transaktionsberater bereits ausgehandelt worden sei. (ing)

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