Gemeinde will 240 Quecksilberdampflampen durch moderne LED-Technik ersetzen

Energiefresser sollen weg

Sie sollen weg: Die Pilzleuchten, in denen noch Quecksilberlampen leuchten, sollen neue Köpfe bekommen. Das Bild entstand an der Langen Baunastraße in Elgershausen. Archivfoto: Kühling

Schauenburg. Die größten Energiefresser sollen aus der Schauenburger Straßenbeleuchgtung verschwinden. Das berichtete jetzt Erster Beigeordneter Manfred Nehm (SPD) in der Gemeindevertretersitzung in Hoof. Die Quecksilberdampflampen, die noch in 240 Pilzleuchten für Licht sorgen, sollen durch energiesparende LED-Lichter ersetzt werden.

Die SPD-Fraktion hatte in der Sitzung nach dem Stand zur Modernisierung der Straßenbeleuchtung gefragt. Insgesamt gibt es in den fünf Ortsteilen 1136 Leuchten.

Ausgetauscht werden wohl vorerst nur die Quecksilberdampflampen in den Pilzleuchten. Ein Großteil der Lampen bleibt laut Rathaus zunächst so wie er ist. Hintergrund für diesen ersten Schritt ist ein Förderprogramm des Bundes. Eine Kostenbeteiligung über 25 Prozent gibt es nur bei dem Austausch besonderer Energiefresser. Die anderen in Schauenburg verwendeten Leuchten – Natriumdampflampen – fallen nicht in dieses Programm. Der Schritt von den Quecksilberleuchten hin zu LED-Technik würde 84 Prozent Energie einsparen, heißt es. Der Austausch der Pilzleuchten kostet nach Angaben des Rathauses rund 97 000 Euro. 24 200 Euro davon könnten als Zuschuss vom Bund kommen.

Der Antrag für das Bundesprogramm sei im März gestellt worden, so der Erste Beigeordnete, der derzeit Bürgermeisterin Ursula Gimmler (CDU) vertritt. Bei einem Ja aus Berlin zur Förderung des Projektes soll schon bald mit dem Wechsel der Lampen begonnen werden. Angepeilt ist der Zeitraum von August 2012 bis Juli 2013. Natürlich werde die Gemeinde nach und nach auch andere Straßenlaternen modernisieren, berichtete Bauamtsleiter Jochen Ickler am Rand der Sitzung.

Verbrauch rückläufig

Schon in den vergangenen Jahren ist der jährliche Stromverbrauch bei der Straßenbeleuchtung stetig zurückgegangen. Dies liege nicht nur daran, dass die Schauenburger Lampen nachts zwischen 1 und 4.30 Uhr abgeschaltet werden, erläuterte Nehm. Das komme zudem davon, dass bereits Lampen durch energiesparendere Modelle ersetzt worden seien.

2009 wurden rund 517 000 Kilowattstunden verbraucht, 2010 waren es 386 000 und 2011 schließlich nur noch 339 000 Kilowattstunden.

Von Sven Kühling

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