Schüler der Theodor-Heuss-Schule informierten sich im „Klimaboot“ über die Folgen der Erderwärmung

Energiefressern auf der Spur

Wiederverwertbar: Tunay Dogru (rechts) und seine Schulkameraden Carolin Brandt (von links), Cecilia Saul, Lara Weber, Gülcin Erceyas, Jennifer Weber und Amanda Stolz stellen Recyclingpapier her. Kerstin Linne (links neben Tunay) zeigt den Schülern, wie das geht. Fotos: Dilling

Baunatal. Eigentlich ist die Theodor-Heuss-Schule ja frisch renoviert und energetisch saniert worden. Doch was die Energieeinsparung betrifft, geht da trotzdem noch was. „Manchmal stehen die Heizungsregler auf 30 Grad. Da spielen manchmal Leute dran herum. Und die Lehrer merken es nicht“, sagt Leon Wildschütz, Schüler der Klasse 8f, und Lehrer Manfred Schaub schreibt den Hinweis auf.

Es ist kein normaler Unterricht, in dem Leon und seine Klassenkameraden des Jahrgangs acht der Schule über Möglichkeiten der Energieeinsparung diskutieren. Sie versuchen vielmehr im Rahmen der Initiative „Klimaboot“ mit dem Klimaschutz an ihrer Schule ernst zu machen. 117 Schüler informierten sich gestern in acht Workshops über die Folgen der Erderwärmung und darüber, was man dagegen tun kann.

Energie sparen ist eine Möglichkeit. Die Schüler fanden heraus, dass die Beleuchtungszeiten auf den Fluren zu lang sind, weil einige Bewegungsmelder ungünstig hängen. Auch dass Heizkörper neben Türen montiert sind, die ins Freie führen, fanden die Schüler nicht so günstig.

Als größte Stromfresser machten die Achtklässler die zahlreichen Computer aus. Die alten verbrauchen bis zu 200 Watt pro Stunde, die neuen immerhin noch knapp 50, fanden die Schüler heraus. Eine weitere Erkenntnis: Solange die PCs mit dem Stromnetz verbunden sind, fressen sie immer noch Strom, auch wenn sie ausgeschaltet sind.

„Die Gletscher schmelzen ab, der Meeresspiegel steigt. Und dass der Sommer so verregnet war, finde ich auch nicht nochmal“, sagt Leon. Er macht sich viele Gedanken über den Klimawandel. Da gehört er in der THS da wohl eher zu einer Minderheit. Das Bewusstsein dafür sei unter vielen Schülern noch nicht ausgeprägt, bestätigt Lehrerin Jutta Lenz. Zu Hause, in der Familie, sei Klimawandel kein Thema, sagt Katrin Wicke, die mit Tobias Reddemann in einem Mini-Gewächshaus den klimaschädlichen Treibhauseffekt nachspielt. Auch den Schülern, die lernen, Recyclingpapier herzustellen, fällt zum Klimawandel nicht viel ein. Wenn man das alte Papier wiederverwendet, müssen nicht so viele Bäume abgeholzt werden. Das hat die Achtklässlerin Carolin Brandt als Erkenntnis aus dem Workshop mitgenommen. (pdi)

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