Gemeinsamer Einsatz bei Weihnachtskonzert in der Adventskirche Niedervellmar

Engelsgesang wurde wahr

Wirkungsvoller Einklang: Der Kirchenchor Grebenstein und die Vellmarer Kantorei traten gemeinsam auf mit Organistin Angelika Großwiele, einem Streicherensemble und der Sopranistin Martje Grandis (nicht im Bild) auf, hier die Aufnahme vom Auftritt in der Stadtkirche Grebenstein. Foto: nh

Vellmar. Die Gospelchöre boomen, die konventionellen Kirchenchöre schrumpfen und klagen über fehlenden Nachwuchs. Kantorin Dorothee Guder-Krentel macht aus der Not eine Tugend: Schon zum dritten Mal fügt sie für das Weihnachtskonzert ihre beiden Choere zusammen, und das Ergebnis kann sich sehen beziehungsweise hören lassen.

So präsentierten sich zum ausklingenden Weihnachtsfest die Vellmarer Kantorei zusammen mit dem evangelischen Kirchenchor Grebenstein gut trainiert und einstudiert mit weihnachtlichen Kantaten des Bachvorläufers Dietrich Buxtehude.

Das „Magnificat“, der Lobgesang der Maria anlässlich der Ankündigung des Engels, sie – Maria – werde den Gottessohn gebären, die deutsch-lateinische Choralkantate „In dulci jubilo“ und der vertonte Weihnachtsjubel „Das neugeborene Kindelein“ spannten für die Zuhörer in der gut gefüllten Adventskirche in Niedervellmar musikalisch den Bogen von Advent über Weihnachten bis zur Ansage des neuen Jahres.

Glanzvolle Zäsuren zwischen den Chorkantaten setzte jeweils Sopranistin Martje Grandis mit weihnachtlichen Liedern aus der Feder Johann Sebastian Bachs und ließ mit ihrer anmutigen Erscheinung und bezaubernden Stimme den vielbesungenen Engelsgesang wahr werden.

Mit Bezirkskantorin Angelika Grosswiele an großer Orgel und kleiner Begleitorgel und einem Streicherensemble um die Geigerin Susanne Herrmann standen der Grebensteiner Kirchenmusikerin, die seit vier Jahren auch die Vellmarer Kantorei leitet, zuverlaessige musikalische Kräfte zur Seite, die zum Gelingen der Weihnachtsmusik beitrugen.

Pfarrer Thomas Vogt stellte in seinen Betrachtungen die Figur der Maria in den Mittelpunkt, die in ihrer scheinbaren Sanftheit mit dem Magnificat ein aufrührerisches Zeugnis ablegte: „Er stößet die Gewaltigen vom Thron!“ Die zweimalige Dunkelheit in der ansonsten dekorativ erleuchteten Adventskirche – aufgrund eines Stromausfalls – bezog Pfarrer Vogt phantasievoll ein in die Vorstellungen vom biblischen Weihnachtsgeschehen im Stall zu Bethlehem. (red)

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