Mehrheit im Baunataler Stadtparlament will 38-jährige Juristin als Vizebürgermeisterin behalten

Engler-Kurz soll auf Posten bleiben

Bleibt wohl Baunatal erhalten: Erste Stadträtin Silke Engler-Kurz. Im September 2006 war sie ins Rathaus eingezogen. Archivfoto: Herzog

Baunatal. Silke Engler-Kurz wird wohl als Vizebürgermeisterin der Stadt Baunatal erhalten bleiben. Diesen Wunsch äußerte zumindest die Mehrheit des Stadtparlamentes. Auf Antrag der SPD-Fraktion stimmten 26 Abgeordnete für eine zweite Amtszeit, 14 votierten dagegen. Zum 1. September 2006 hatte die gebürtige Rostockerin ihren Dienst im Baunataler Rathaus angetreten.

Mit der Vorentscheidung in der jüngsten Stadtverordnetenversammlung gilt es als sicher, dass die Juristin in der von der Hessischen Gemeindeordnung vorgegebenen Frist zwischen März und Juni wiedergewählt wird. Dann entscheidet das Parlament zwar erneut in geheimer Wahl, die Mehrheitsverhältnisse in Baunatal lassen aber kaum ein anderes Ergebnis erwarten.

So hatte sich besonders SPD-Fraktionsvorsitzende Carmen Kipping für die Fortsetzung der Arbeit der 38-Jährigen eingesetzt. „Mit Freundlichkeit, Kompetenz und Sachverstand hat Silke Engler-Kurz die Herzen der Baunataler schnell erobert“, sagte Kipping.

Gegen die Besetzung der Stelle eines hauptamtlichen Ersten Stadtrats ist die CDU-Fraktion. Die Position koste den Steuerzahler viel Geld, etwa 140 000 Euro pro Jahr, betonte Fraktionschef Sebastian Stüssel. Und dann rechnete er dem Parlament vor, in welchen Bereichen Engler-Kurz in den vergangenen sechs Jahren Fehler gemacht habe. Dazu zählten beispielsweise fehlerhafte Abrechnungen im Bereich der Stadtwerke.

Die Grünen wollen zwar, so wie die SPD, an dem Posten festhalten, sie halten Engler-Kurz aber nicht für geeignet. Fraktionsvorsitzender Edmund Borschel wünschte sich eher einen Bauexperten ähnlich einem Stadtbaurat.

Zuletzt wurde darüber spekuliert, ob Engler-Kurz Geschäftsführerin des neuen Versorgungswerkes für die Stromnetze von 16 Kommunen werden solle. Die Besetzung dieser Position durch ihre Person hatte sie aber kürzlich auf Anfrage ausgeschlossen.

Von Sven Kühling

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