Kindergärten im Landkreis bieten mit Notdiensten durchgängiges Betreuungsangebot

Engpass in Ferien bleibt aus

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Betreuung während der Ferien: Die meisten Kindergärten im Altkreis haben einen Notdienst eingerichtet, sodass eine lückenlose Betreuung während der sechswöchigen Ferienzeit garantiert ist.

Kreis Kassel. Es gibt wohl kaum eine Zeit im Jahr, die inniger herbeigesehnt wird, als die Sommerferien. Für Familien mit Kleinkindern ist die sechswöchige Ferienzeit indes nicht zwangsläufig ein Segen.

Denn wie viele andere Einrichtungen reduzieren auch die Kindergärten in der Ferienzeit ihr Angebot und schließen zumeist für mindestens drei Wochen.

Sind beide Elternteile berufstätig, kann es dadurch zu einem Engpass in der Betreuung kommen. Wie wird in den jeweiligen Kindergärten im Altkreis mit dieser Problematik umgegangen?

„Für uns stellt die Schließung gar kein Problem dar“, sagt Espenaus Bürgermeister Michael Wielert (SPD). „Durch zeitversetzte Ferienzeiten in den beiden Espenauer Kindergärten Espe-Aue und Sonnenhang sei das Betreuungsangebot während der gesamten Ferien garantiert. „Wir lassen die Eltern nicht im Stich und sorgen für kontinuierliche Betreuung“, sagt Wielert. Überlegungen, beide Einrichtungen während der Ferien geöffnet zu lassen, habe es zu keinem Zeitpunkt gegeben. „Zum einen ist der Bedarf nicht so groß, da viele Eltern ihre Urlaubszeit nach den Sommerferien richten. Zum anderen ist es organisatorisch nicht anders möglich.“

Angebot ist ausreichend

Ähnlich denkt man darüber in Vellmar. Auch dort sind für die Kinder der insgesamt fünf städtischen Einrichtungen Bedarfsdienste eingerichtet worden. Laut Auskunft des Fachbereichs für Kindertagesstätten hat es bisher keine Situation gegeben, in der das von der Stadt initiierte Angebot nicht ausreichend war.

Drei Wochen sind auch in Baunatal 13 von 14 Kindertagesstätten geschlossen. „Diese Regelung richtet sich nach dem geringen Bedarf“, erklärt Heike Reichert. „Nur sehr wenige Eltern in Baunatal nehmen das Ferienangebot wahr. Noch im Vorjahr hatten wir zwei Kindertagesstätten geöffnet und haben festgestellt, dass es nicht nötig war“, sagt die zuständige Sachbearbeiterin des Bereichs Kinder und Familie.

Bedarfsermittlung wichtig

Das Prinzip, bereits zu Jahresbeginn den Bedarf an Betreuungsplätzen während der Ferien zu erfragen, habe sich bewährt. „So können wir flexibel reagieren“, sagt Reichert.

Individuell auf die Bedürfnisse der Eltern reagiert man ebenfalls in Kaufungen. Die sechs gemeindlichen Kindergärten teilen ihre Öffnungszeiten in den Sommerferien auf und haben jeweils drei Wochen geschlossen. In dieser Zeit besuchen die Schützlinge die geöffneten Kaufunger Einrichtungen. „Das Prinzip des Bereitschaftsdienstes funktioniert gut und war bisher ausreichend“, sagt Carsten Marth, Leiter des Hauptamtes der Gemeinde Kaufungen. Im Rahmen der geplanten kombinierten Schulbetreuung werde man eventuell über eine Neuregelung der Ferienbetreuung nachdenken.

Durchgängig geöffnet

Unabhängig von den Sommerferien ist der Kindergarten in Nieste wie gewohnt geöffnet. Und das aus voller Überzeugung. „Die Betreuung im gewohnten Kindergartenumfeld ist uns sehr wichtig. Daher ist ein Angebot auch während der Ferien garantiert“, betont Sachbearbeiterin Sabrina Schmidt.

Von Martina Sommerlade

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