Entenquäler: Kasseler Gericht verurteilt zwei Jugendliche

Lohfelden/Kassel. Zwei Jugendliche, die im Juli vergangenen Jahres in Lohfelden zwei Enten als Fußbälle missbraucht und dabei mindestens einen der Wasservögel getötet haben, sind vom Kasseler Amtsgericht wegen Tierquälerei verurteilt worden.

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Nach HNA-Informationen wurde der 15-jährige Haupttäter zu Jugendarrest verurteilt. Er soll inzwischen in der Jugendarrestanstalt Rockenberg bei Gießen einsitzen. Ein 17-Jähriger, der sich zurzeit in einer Ausbildung befindet, erhielt eine Geldbuße. Ein 18- und ein 16-Jähriger wurden freigesprochen. Ihnen konnte nicht nachgewiesen werden, dass sie sich aktiv an der Tat beteiligt haben. Der 15- und der 17-Jährige sollen die Taten vor dem Jugendrichter gestanden und bedauert haben.

Offiziell wollten sich die Justizbehörden gestern nicht zum Ausgang des Prozesses äußern. Dr. Götz Wied, Sprecher der Staatsanwaltschaft Kassel, verwies auf das jugendliche Alter der Angeklagten. Aus diesem Grund sei der Verhandlungstermin nicht öffentlich bekanntgegeben worden.

Dem Vernehmen nach soll der 15-jährige Haupttäter eine der beiden Enten totgetreten haben. Während der Tat soll der Jugendliche aufgrund erheblichen Konsums von Wodka-Mischgetränken betrunken gewesen sein. Der Jugendarrest soll nach HNA-Informationen dazu genutzt werden, um gegen den Alkoholmissbrauch vorzugehen. Die Staatsanwaltschaft bestätigte offiziell, dass bei der Tat Alkohol im Spiel gewesen ist.

Das Schicksal der zweiten Ente ist ungeklärt. Der 17-Jährige räumte vor Gericht ein, den Vogel getreten zu haben. Die Ente sei weggelaufen und nicht wiedergefunden worden. Dass die Jugendlichen ermittelt werden konnten, ist einer jungen Frau aus Lohfelden zu verdanken, die auch vor Gericht als Zeugin aussagte. Sie hatte die Tat in der Nähe des Bürgerhauses beobachtet und der Polizei Personenbeschreibungen geliefert. (ket/use/hog/jbk)

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