Entscheidung über Zukunft des Stromnetzes in Lohfelden

Birgit Kaiser-Wirz

Lohfelden. Im Lohfeldener Parlament formiert sich Widerstand gegen eine schnelle Entscheidung über die Zukunft des örtlichen Stromnetzes.

In einem gemeinsamen Antrag fordert die Opposition aus CDU, Grünen und der Fraktion U2L, zum gegenwärtigen Zeitpunkt weder ein neues Konzessionsverfahren einzuleiten, noch eine Entscheidung über eine Beteiligung an einem gemeinsamen Versorgungswerk der Landkreis-Kommunen und des Energieversorgers Eon Mitte zu treffen.

Stattdessen, so heißt es in dem Antrag weiter, soll die Entscheidung erst Ende 2012 getroffen werden. Zur Begründung weisen die Fraktionsvorsitzenden Birgit Kaiser-Wirz (CDU), Miriam Würth-Kresevljal (Grüne) und Walther Roth (U2L) darauf hin, dass für Lohfelden bis dato kein Klima- und Energiekonzept vorliege.

M. Würth- Kresevljal

Außerdem habe die Gemeinde den Auftrag des Parlaments, die rechtlichen und finanziellen Bedingungen für einen Rückkauf des Stromnetzes zu prüfen, „noch nicht hinreichend erfüllt“.

Es sei nicht notwendig, noch dieses Jahr zu entscheiden, da der Netzbetreiber Eon nach dem Auslaufen des Konzessionsvertrags Ende 2011 ein weiteres Jahr verpflichtet sei, die Konzessionsabgabe an die Gemeinde zu zahlen.

Die drei Fraktionschefs appellieren an die Abgeordneten, „in Ruhe und ohne Druck“ die offenen Fragen zu klären.

Verschoben werden kann die Beratung über das Stromnetz allerdings nur dann, wenn die mit absoluter Mehrheit regierende SPD mitzieht. Mit zusammen 16 Sitzen im 37-köpfigen Parlament fehlt CDU, Grünen und U2L die Mehrheit. (ket)

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.