Berichte im Gottesdienst

Entspannende Abenteuer: Baunataler Jakobspilger von Reise zurück 

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Zurück mit dem Zeichen des Glaubens: Gerrit Böhm (von links), Hans-Joachim, Heidi und Jonas Hirdes, Heide und Christoph Bahr, Elvira Bülo und Pfarrer Günter Törner in der Gethsemanekirche.

Baunatal. Der letzte Tag der zweiwöchigen Reise zu Fuß auf dem Jakobsweg durch die Schweiz und Frankreich war der anstrengendenste: Im Regen wanderten die 38 Pilger aus Baunatal und Umgebung mit Pfarrer Günter Törner auf einer alten Eisenbahntrasse zur 1200 Meter hoch gelegenen Pilgerherberge.

Sie befand sich in Le Sétoux im französischen Zentralmassiv.

Doch die Pilger wurden reich belohnt: Französische Journalisten begrüßten und interviewten sie. Und Einheimische – Katholiken – wollten mit den Baunataler Protestanten unbedingt Gottesdienst und Abendmahl in der Kirche feiern.

Nun sind die Pilger zurück und stehen noch voll unter den tiefen Eindrücken einer Reise, die von Kontrasten geprägt war. Gerrit Böhm erzählt von der der aufregenden Übernachtung in luxuriösen Campinghütten, die auf Stelzen über einem Seitenarm der Rhone errichtet waren. Pilgerkollege Christoph Bahr schwärmt von der liebevollen Bewirtung in einem stark renovierungsbedürftigen französischen Schloss durch die 84-jährige, adlige Schlossherrin. Genauso gut in Erinnerung haben sie aber beschwerliche Momente: Da habe man mit 38 Leuten in einem nur 100 Quadratmeter großen Raum übernachtet, Fuß an Fuß und Kopf an Kopf. Und Böhm erzählt, wie sie sich alle geduldig eine Toilette teilten.

Fotos: Baunataler Pilgertour

Baunataler Pilgertour

Das strapaziöse Abenteuer mit bis zu 36 Kilometer langen Etappen hat sich für alle gelohnt. „Ich habe zwei Kilo abgenommen“, sagt Heide Bahr, die mit Sohn Jonas und Ehemann Christoph unterwegs war. Auch Elvira Bülo fühlt sich leichter und beweglicher. „Früher hat es mir an vielen Stellen des Körpers weh getan, das ist jetzt alles weg“, berichtet Heidi Hirdes, deren Mann Hans-Joachim als Koch die Pilger nach langen Märschen mit warmer Kost aufrichtete.

Neben der körperlichen Fitness habe die Pilgerreise weitere positive Effekte gehabt, sagt Heide Bahr. „An der Arbeit habe ich mich danach viel entspannter gefühlt.“ „Ich habe innere Ruhe gefunden und nehme vieles nicht mehr so wichtig“, erzählt Heidi Hirdes. „Die Reise hat uns Bescheidenheit gelehrt“, sagt Gerrit Böhm. Törner hat die große Gastfreundschaft der Franzosen beeindruckt. In der Schweiz sei man deutlich reservierter behandelt worden.

Bis 2017 wandert die Gemeinde Baunatal-Mitte weitere fünf Etappen auf dem Jakobsweg, 1580 Kilometer fehlen noch auf dem Weg nach Santiago de Compostela in Spanien.

Berichte der Teilnehmer im Pilgergottesdienst am Sonntag, 4. November, 10 Uhr, Gethsemanekirche Altenbauna;

Blog unter www.kibaum.de

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