Pünktlichkeit und Umsteigen sind besser geworden

Überfüllung in Bussen weiter ein Problem

+
Schulbeginn an der Wilhelm-Leuschner-Schule: Viele Schüler aus Staufenberg wünschen sich, dass auf der Linie 33 (Bild) auch für die Heimfahrt am Mittag Gelenkbusse eingesetzt werden.

Niestetal/Kassel. Überfüllte Busse, verpasste Anschlüsse, Unpünktlichkeit: Mit Einführung des neuen Fahrplans des Verkehrsverbunds NVV hagelte es Proteste und Beschwerden von Pendlern und Schülern. Der NVV gelobte Besserung. Und tatsächlich, es zeichnet sich teilweise eine Entspannung an der Busfront ab.

Laut NVV und Kreis soll es ab nächster Woche Fahrplanänderungen geben. Sie seien in Arbeit. Am Samstag könnten sie im Internet abgerufen werden.

Ana Viehmann, Leiterin der Wilhelm-Leuschner-Schule (WLS), sieht deutliche Verbesserungen durch den Einsatz von großen Gelenkbussen am Morgen. Es habe „sehr gute Gespräche“ mit dem Landkreis Kassel und dem NVV gegeben. Auch Eltern hätten dort Wünsche einbringen können. Das Umsteigen, das beispielsweise viele Schüler aus der Gemeinde Staufenberg betrifft, klappe jetzt besser. Die ehrenamtlichen Busbegleiter der WLS bäten nun die Busfahrer, ihre Kollegen des Anschlussbusses über Funk zum Warten aufzufordern. Das funktioniere.

Svenja Beutler und Selina Demiral, die am Donnerstag im Zentrum von Sandershausen auf den Bus warteten, bestätigten, dass ihr Bus jetzt immer pünktlich ist. Verspätungen gebe es kaum noch, berichteten die WLS-Schülerinnen.

Überhaupt nicht zufrieden sind dagegen die Niestetaler Felicitas Jahnke und Anja Schnegelsberg. Sie verpassten den Bus der Linie 52. Jahnke stand vor dem überfüllten Bus und wurde nicht mehr mitgenommen. „Jetzt komme ich zu spät zum Unterricht“, sagte die Schülerin der Albert-Schweitzer-Schule. Ihre Mutter ärgere es, Entschuldigungen zu schreiben, obwohl immer der NVV schuld sei.

Befragte Schüler aus Staufenberg sind trotz einiger Verbesserungen nicht ganz zufrieden. Es reiche nicht, dass der NVV auf der Linie 33 morgens Gelenkbusse einsetze, sagte Nico Weigend aus Uschlag. Der WLS-Schüler wünscht sich große Busse auch mittags, wenn er nach Hause fährt. Da sei es ganz schön voll.

Marcel Wandow aus Staufenberg ärgert, dass der 33er-Bus erst am frühen Nachmittag nach Uschlag fährt. Er müsse deshalb eine halbe Stunde in der Kälte auf den Bus warten. Thorben Witzel aus Dahlheim stimmt ihm zu. Er sei oft erst um dreiviertel vier Uhr nachmittags zu Hause, sagt der WLS-Schüler. Morgens dürfe dieser Bus dagegen ruhig 20 Minuten später fahren, sagte eine Reihe von Staufenberger Schülern.

Von Peter Dilling

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.