Erfahrung weitergeben

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Arbeitsplatz mit Aussicht: Alexander Schneider (von links), Michael Lauterbach, Mark Sagstetter und Marec Gollor gehören zum Team von Hartmann Dacheindeckungen.

Dachdeckermeister Holger Hartmann bildet Nachwuchskräfte aus

Fachkräftemangel im Handwerk? Dagegen hat Dachdeckermeister Holger Hartmann ein Rezept: Ausbilden. „In 33 Jahren habe ich 28 Dachdecker durch die Lehrjahre bis zur Gesellenprüfung begleitet“, sagt der Inhaber eines Dachdeckerbetriebes in Niestetal-Heiligenrode.

Holger Hartmann übt seinen Beruf mit Leidenschaft aus. Und die gibt er gern an junge Menschen weiter. Neben dem handwerklichen Können und dem technischen Know-how vermittelt er seinen Lehrlingen zahlreiche Erfahrungen, die er in seinem Berufsleben gesammelt hat. Dazu gehört, dass Zuverlässigkeit, Aufrichtigkeit, Freundlichkeit und die Einhaltung eines verabredeten Zeitplans mindestens genau so wichtig für die Zufriedenheit der Kunden sind wie die einwandfreie Ausführung der Arbeiten.

Der Anspruch, qualitativ hochwertige Arbeit abzuliefern, steht für den Dachdeckermeister an oberster Stelle. „Egal um welche Dachdeckerarbeit es sich handelt, sie muss technisch perfekt und ästhetisch ansprechend ausgeführt sein“, sagt er. Als Messlatte gilt für ihn einzig die Zufriedenheit seiner Kunden.

Vielseitiger Beruf

Acht Mitarbeiter beschäftigt der Fachmann in seinem Betrieb, zwei davon sind Auszubildende. „Ich habe immer zwei Lehrlinge gleichzeitig eingestellt. Die können sich gegenseitig unterstützen und ergänzen“, sagt er. Nicolai Mauch ist Auszubildender im ersten Lehrjahr. Seit August lernt er auf verschiedenen Baustellen das gesamte Arbeitsspektrum eines Dachdeckerbetriebes kennen, von der Dacheindeckung über Wärmedämmung bis hin zur Installation einer Photovoltaikanlage, um nur einige Beispiele zu nennen. Einmal pro Woche geht er zur Berufsschule, alle vier Wochen gibt es einen zusätzlichen Tag Unterricht. Warum er sich für den Dachdeckerberuf entschieden hat?

„Mein Vater ist auch Dachdecker, daher kenne ich die Abläufe schon ein wenig“, sagt der 24-Jährige. Er mag vor allem die Arbeit mit unterschiedlichen Materialien. Metall und Holz, Ziegel und Mörtel, Beton und Naturstein – die Handhabung und Verbindung der unterschiedlichen Elemente liegt ihm.

Seine Kenntnisse werden durch fachtheoretischen und fachpraktischen Unterricht im „Bubiza“, dem Bundesbildungszentrum des Zimmerer- und Ausbaugewerbes in Kassel, vertieft und erweitert. Angehende Dachdecker lernen dort im Blockunterricht die Grundkenntnisse ihres Handwerks, beispielsweise Verarbeitungsrichtlinien, Werkstoffkunde oder handwerkliche Montage an maßstabsgerechten Modellen.

Praktikumsplätze

Holger Hartmann hat bereits die nachfolgenden Generationen im Blick, wenn es um potenzielle Auszubildende geht. Im Café Beruf der Wilhelm-Leuschner-Schule in Niestetal wird er seinen Betrieb und das Dachdeckerhandwerk vorstellen. Er bietet außerdem Praktikumsplätze an, damit interessierte junge Leute eine Vorstellung der Arbeitsabläufe bekommen.

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Attraktiv sei der Beruf des Dachdeckers auch deshalb, weil man immer draußen ist, meint Nicolai Mauch. „Man hat in diesem Beruf eine tolle Aussicht während der Arbeit. Die Bezahlung stimmt. Und genug Arbeit gibt es auch, denn ein Dach über dem Kopf braucht jeder“, sagt er. (zip)

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