Die Teilnehmer der Schach-AG der Grundschule Ihringshausen erhielten Zeugnisse

Erfolg mit kleinen Figuren

Stolze Schachspieler: Nikita Okruzhnov (Grundschule Simmershausen/ von links), Kevin Maximilian Göbel, Can Malik Lange, Cara-Milena Schmerer, Nils Arend (Grundschule Ihringshausen), Mauritz Lucht (Grundschule Simmershausen), Ralf Alexander Aldabergenov, Jonas Abedi (Grundschule Ihringshausen) und in gelben T-Shirts Heinz-Dieter Schmidt (links) und Horst Wagner. Foto: Jessica Bassing

Fuldatal. Das Schuljahr neigt sich dem Ende zu, und so fand auch zum letzten Mal die Schach-AG der Ludwig-Emil-Grimm-Schule in Ihringshausen statt. Die Anfängergruppe, bestehend aus Erst- und Zweitklässlern, lernte die Grundlagen des Schachspielens kennen. Heinz-Dieter Schmidt und Horst Wagner brachten ihnen bei, wie der Bauer oder der Läufer zieht, wie eine Dame geschlagen wird und wie die eigenen Figuren verteidigt werden können.

Schmidt ist sehr zufrieden mit der Gruppe. „Wir haben mit 14 Teilnehmern begonnen und nun haben sieben Kinder das Lernziel erreicht“, erzählt er. In den meisten Zeugnissen wird die Arbeit der Kinder mit „sehr gut“ bewertet. Anerkennung ist Schmidt sehr wichtig: „Kein Kind macht schlechte Züge, jedes Kind macht gute Züge.“ Das dient vor allem der Motivation.

Da Schmidt und Wagner beide im Schachclub Fuldatal aktiv sind, haben die Kinder die Möglichkeit, auch dort einzutreten. Cara-Milena Schmerer (8) will das tun. „Ich möchte mehr lernen und besser werden“, sagt sie. Sie könne sich auch vorstellen, Turniere zu spielen. Auch Schmidt hat angekündigt, er wolle in der AG Viererteams bilden und bei Schulmeisterschaften antreten.

Beste Voraussetzung dazu bietet unter anderem Mauritz Lucht (10) von der Grundschule in Simmershausen, der der Schach-AG im benachbarten Ortsteil einen Besuch abstattet. Er ist schon so gut, dass er eine Prüfung ablegen konnte und das Bauern-Diplom des Deutschen Schachbunds erhielt.

Es ist das erste Diplom, das erworben werden kann, und setzt alle Grundkenntnisse des Brettspiels voraus. Auf die Frage, was an Schach besonders gefällt, gibt es unterschiedliche Antworten.

„Kinder lernen, vernünftig zu verlieren“, so Wagner. Man schlage den Gegner schließlich mit dem Kopf und nicht mit Gewalt. Jonas Abedi (7) findet Schach super, „weil die Figuren alle so kleine Männchen sind“. Schmidt betont, dass die Konzentration, das Denk- und Kombinationsvermögen der Kinder geschult werden. Der besondere Reiz am Schachspielen ist für ihn persönlich, einem Menschen gegenüberzusitzen und zu versuchen, seine Gedanken zu erraten. „Ihn dann in die Mangel zu nehmen und zu besiegen, ist ein schönes Gefühl.“

Doch auch eine verlorene Partie sei eine gute Partie, denn dann wisse man, dass der Gegner besser war und man ihn gar nicht hätte besiegen können.

Außerdem lerne man bei jeder Partie dazu. Schmidt weiß, dass Schach „zehn Prozent Intelligenz und 90 Prozent üben, üben, üben“ bedeutet.

Von Maren Bellon

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