Vor 20 Jahren startete die Familienbildungsstätte Sternschnuppe in Vellmar

Erfolg mit neuen Ideen

Sie stehen hinter der Sternschnuppe: Leiterin Marga Stietz-Krüger (rechts) und Roselind Winkler organisieren die Familienbildungsstätte. Foto: Laumann

vellmar. Der Start war chaotisch: Es gab weder ein Telefon, noch ein Büro. Und eine konkrete Stellenbeschreibung hatte Marga Stietz-Krüger auch nicht, als sie 1991 bei der evangelischen Johanneskirche in Vellmar-West anfing. Doch die Sozialpädagogin „hat was draus gemacht“: Die Familienbildungsstätte Sternschnuppe feiert ihren 20. Geburtstag.

Stietz-Krüger kam in ein verändertes Vellmar-West: „Der Stadtteil hatte sich gewandelt. Der Leerstand ging zurück, viele junge Familien zogen in den Stadtkern“, erklärt die 51-Jährige. Aus dem Projekt Sozialer Brennpunkt wurde die Sternschnuppe. „Es sollte ein hoffnungsvoller Name sein“, erklärt Stietz-Krüger. Ihr erstes Angebot: ein Gesprächskreis für alleinerziehende Mütter. Das Ziel: Die Sternschnuppe sollte ein Ort der Begegnung für junge Familien sein.

Zu dem Gesprächskreis kamen Spielkreise und Wochenendfahrten, später PEKiP-Kurse, Seminare zu Themen wie Glück oder Frauen-Biographien und derzeit ein Englisch-Angebot für Senioren. „Dieses Bildungsangebot war ungewöhnlich für eine Kirchengemeinde. Sie hat sich auf neue Ideen eingelassen“, sagt Stietz-Krüger. Mit dem Angebot wuchs die Sternschnuppe auch personell. Stietz-Krüger wird seit 1995 von Sozialpädagogin Roselind Winkler (47) unterstützt.

Gemeinsam brachten sie 2003 in Kooperation mit dem Jugendamt des Kreises die Tageselternbörse auf den Weg. 27 Tagesmütter sind derzeit in der Datenbank verzeichnet.

2007 folgte eine weitere wichtige Etappe. Winkler und Stietz-Krüger bemühten sich um die Anerkennung als Familienbildungsstätte. „Das war viel Arbeit“, blickt Winkler auf einen Wust von Anträgen zurück. Doch der Einsatz hat sich gelohnt. Der Landkreis hat die Sternschnuppe in die Liste der Familienbildungsstätten aufgenommen.

Für die beiden Sozialpädagoginnen ist das nur der erste Schritt. Der zweite soll durch die kirchliche Anerkennung als evangelische Familienbildungsstätte folgen. Stietz-Krüger hofft auf ein Ja: „Das wäre eine große Wertschätzung.“

Von Anke Laumann

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