Positive Bilanz für Niedervellmarer Adventskirche

„Erfolgreicher als jemals gedacht“

Erfolgreiches Jahr: Auf die gute Arbeit des Förderkreises Kirche Niedervellmar stoßen Rena Brede (von links), Horst Schönewolf, Antje Dietz, Gemeindepfarrer Thomas Vogt und Gabi Knöppel an.

Vellmar. Es waren die alten Heizkörper in der Niedervellmarer Adventskirche, die die Wärme nicht mehr so abgaben, wie es in dem 1959 eingeweihten Gotteshaus notwendig war. Ein dringender Sanierungsbedarf wurde festgestellt.

Doch woher sollte das Geld angesichts immer knapper werdender Mittel kommen? Die rettende Idee hatten einige Gottesdienstbesucher, die sich ihrer Kirche besonders verbunden fühlten und einen Förderkreis gründeten.

„Das war fast genau vor einem Jahr“, erinnert sich Antje Dietz. Sie übernahm den Vorsitz des zunächst aus 22 Mitgliedern bestehenden Förderkreises. Der ist langfristig angelegt und soll nicht nur die erforderlichen Gebäudesanierungen, sondern auch den Kindergottesdienst und die Jugendarbeit unterstützen.

Heizkörper erneuert

„Unser Anliegen war zunächst, Geld zu akquirieren, damit die alten Heizkörper erneuert werden konnten. Dafür waren rund 6000 Euro erforderlich. Viel Geld, wenn man es nicht hat“, erklärt die Vorsitzende. Optimistisch hatten die Verantwortlichen vor einem Jahr gehofft, etwa 3000 Euro durch Spenden zu bekommen.

„Wir sind weit erfolgreicher gewesen, als wir zu Beginn jemals gedacht hatten“, schwärmt Rena Brede, stellvertretende Vorsitzende. Alle Erwartungen wurden mehr als übertroffen. Inzwischen sorgen auch neue Heizkörper für wohlige Temperaturen in der Adventskirche.

Mit einer Vielzahl von Konzertveranstaltungen, einer 500-Euro-Spende der Kirchengemeinde Obervellmar und dem Erlös aus dem Konzert des Bundespolizeiorchesters haben die Stadt Vellmar und das Kuratorium die Arbeit des Förderkreises mit 2600 Euro unterstützt. Auch eine Stuhlaktion, bei der bekannte und prominente Bürger der Stadt alte Kirchenstühle neu gestalteten und diese bei einer Auktion versteigert wurden, trug zum Erfolg bei.

So bilanzierte Kassiererin Gabi Knöppel bei der ersten Jahreshauptversammlung auch eine stolze Gesamtspendensumme von rund 10 900 Euro. „Allein durch Mitgliedsbeiträge sind 1200 Euro eingegangen“, sagt Knöppel. Wenn die Heizungsrechnung beglichen sei, bleibe noch eine Spendensumme von etwa 4000 Euro. Das sei dann das Startkapital für die nächste Maßnahme, die Beleuchtungserneuerung.

Für Gemeindepfarrer Thomas Vogt ist der Förderkreis ein Beweis für funktionierende Kirche. „Solche Förderkreise sind absolut zukunftsweisend, denn durch die rückläufigen Kirchensteuereinnahmen kann der Bestand der Kirchengemeinde nicht mehr gesichert werden. Das gelingt nur, wenn sich Menschen freiwillig einbringen und mitwirken.“

„Wir haben viel geleistet, aber wir brauchen noch mehr Aktive im Förderkreis, um die Arbeiten auf viele Schultern verteilen zu können“, sagt Horst Schönewolf, Vorsitzender des Kirchenvorstandes. Dann würden auch die nächsten Probleme gelöst.

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