Bürgermeisterwahl in Nieste: Edgar Pauls neue Amtszeit beginnt am 1. Juni 2013

Ergebnis schlechter als 2007

Volle Wahlurne: 746 Niester beteiligten sich am Sonntag an der Bürgermeisterwahl. Wahlleiter Jürgen Noll (links) und Walter Nienrodt öffneten um 18 Uhr die Wahlurne. Nach 20 Minuten stand das Wahlergebnis fest. Fotos: Schindler

Nieste. Bürgermeister Edgar Paul (SPD) wird die Geschicke der Gemeinde Nieste weitere sechs Jahre lenken. Das ist das Ergebnis der Bürgermeisterwahl vom Sonntag. Am 1. Juni 2013 beginnt für den dann 62-Jährigen die dritte und letzte Amtszeit.

Paul äußerte sich zufrieden über das Wahlergebnis. 88,9 Prozent der Wähler hatten mit Ja gestimmt. Die Wahlbeteiligung lag bei 50,9 Prozent.

Das Ergebnis ist leicht schlechter als vor sechs Jahren, als Paul ebenfalls als einziger Kandidat ins Rennen ging. Damals, im Januar 2007, hatten 91,2 Prozent der Wähler für Paul gestimmt, 51,7 Prozent waren an die Urne gegangen.

Am Sonntag hatte es zunächst nach einer besseren Wahlbeteiligung als vor sechs Jahren ausgesehen. Um 12 Uhr hatten bereits 27 Prozent der 1467 Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben, 2007 waren es um diese Zeit erst 23 Prozent gewesen. Doch am Nachmittag – Schnee und Tauwetter sorgten inzwischen für ungemütliches Schmuddelwetter – begaben sich dann weniger Wähler ins Niester Dorfgemeinschaftshaus, wo sich das einzige Wahllokal befand. Bei nur einem Kandidaten war der Wahlgang recht übersichtlich und dauerte nur Sekunden. „Recht bescheiden“, fand es denn auch Markus Müller, dass es keine Auswahl gab. „Ein Gegenkandidat wäre gut gewesen“, sagte der 29-Jährige, der in Nieste aufgewachsen ist und sich hier wohlfühlt.

Auch Jens und Eva Bogatsch, die vor 15 Jahren wegen der guten Infrastruktur in das stadtnahe Dorf im Grünen gezogen sind, fanden die Wahl ohne zweiten Kandidaten „ein bisschen schwach“.

Das könnte sich mittelfristig ändern. Denn die Niester CDU schöpft neue Hoffnung. Seit dem vergangenen Jahr habe man drei neue junge Mitglieder gewonnen, sagte Unionsvorsitzender Hans-Joachim Würfel der HNA. „Das stimmt uns zuversichtlich.“ Bis 2011 war die Union im Gemeindeparlament vertreten, doch zur Kommunalwahl im März 2011 war sie – „mangels Masse“, so Würfel – gar nicht angetreten. Die Folge: Im Parlament sind seither alle 15 Sitze mit Sozialdemokraten besetzt. Auch einen geeigneten Bürgermeisterkandidaten habe man nicht gefunden.

Bei der nächsten Bürgermeisterwahl im Jahr 2018, bei der Edgar Paul aus Altersgründen nicht mehr antreten wird, werden die Karten neu gemischt. Dann könnte auch die CDU wieder mit einem Kandidaten dabei sein. ANGEMERKT

Von Holger Schindler

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