Ortsverband des Bundes der Vertriebenen (BdV) stellt im Heimatmuseum in Hohenkirchen aus

Die Erinnerungen in Ehren halten

In der Ausstellung des Bundes der Vertriebenen: Josef Matheis, der Vorsitzende, stammt selbst aus dem ehemaligen Jugoslawien. Hier zeigt er das Wappen von Oberschlesien. Fotos:  Wienecke

Espenau. Wenn sich Besucher des Heimatmuseums Espenau in Hohenkirchen für den Bund der Vertriebenen (BdV) interessieren, freut dies Josef Matheis ganz besonders. Der Vorsitzende des Ortsvereins Espenau kann zu den Exponaten, die die Erinnerungen an die Herkunft in Ehren halten sollen, viel erzählen.

„Erhard Bunzenthal, der frühere Bürgermeister von Espenau, hat sich dafür eingesetzt, dass wir einen eigenen Raum im Museum bekommen“, berichtet der 76-Jährige. Er selbst stammt aus dem ehemaligen Jugoslawien und hat seine Frau, die aus dem Sudetenland kommt, in Espenau kennengelernt. Die Alltagstracht, die im Museum neben einem Taufkleid und einem Brautkleid zu sehen ist, stammt von seiner Schwiegermutter Elisabeth Laaber aus der Gemeinde Groß-Tajax.

Der Ortsverband des BdV hat heute 40 Mitglieder aus Espenau und Immenhausen, berichtet Josef Matheis. Er hat seine Heimat Kolut, die inzwischen zu Serbien gehört, im vorigen Jahr besucht und freute sich über die Gastfreundschaft in der armen Region. „Espenau ist jedoch inzwischen längst zu meinem Zuhause geworden“, sagt der Hohenkirchener.

Weitere Ausstellungsstücke, wie eine Nähmaschine aus dem Jahr 1926, ein Kruzifix, edles Geschirr, alte Fotos, Gebetbücher und Papiere erinnern an die Geschichte der Vertreibung aus Ostpreußen, dem Sudetenland sowie aus Ungarn und Rumänien.

Das Heimatmuseum Espenau in Hohenkirchen, Am Kirchberg 4, ist jeden ersten Sonntag im Monat von 14.30 bis 17.30 Uhr oder nach Vereinbarung geöffnet. Kontakt: Siegfried Lange, 05673/7916.

Von Bettina Wienecke

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