Über 150 Besucher sahen Film im FuldaTaler Forum über den legendären Flussdampfer

Erinnerungen an „de Elsa“

Erzählte, wies es früher war: Richard Krug.

Fuldatal. „De Elsa kimmet“, so begrüßte Horst Werner, Vorsitzender des Freundeskreises historisches Ihringshausen, mehr als 150 Besucher im FuldaTaler Forum des Fuldataler Ortsteils.

Alle waren gekommen, um den Film „Unser Elsa und sein Kapitän Ziege“ zu sehen und damit verbundene Erinnerungen aufleben zu lassen, die sie an den legendären Dampfer Elsa haben, als er noch auf der Fulda zwischen Kassel und Münden schipperte.

Reise in die Vergangenheit

Mit der Vorführung machte der Freundeskreis eine Reise in die Vergangenheit. 2003 war der Film von den Kasselern Werner Kossin und Karl-Heinz Roth (Koro-Film) nach alten Filmvorlagen und vielen Bildern und Postkarten entstanden. „Jeder ist in seiner Jugend einmal mit dem Dampfer Elsa auf der Fulda gefahren“, ist sich Klaus Rösch vom Freundeskreis sicher.

Doch ehe die Elsa im Film die Leinen losmachte, zeigte Werner Kossin einen kurzen Film von der Märchenmühle aus dem Jahre 1938, den er aus vorhandenem Filmmaterial aus dem Nachlass von Gerhard Fieseler, der sein erstes Flugzeugwerk in Ihringshausen hatte, zusammengestellt hatte.

Er entlockte bei vielen Besuchern das eine oder andere „Weißt du noch?“, als man Miniaturhäuschen aus der Vogelperspektive, das Schloss Wilhelmshöhe und die Schockemühle im Film zu sehen bekam.

Ähnlich war es dann auch beim Elsa-Film, der bei vielen Anwesenden Erinnerungen weckte, die man vor einigen Jahrzehnten mit dem legendären Dampfer erlebt hatte oder mit ihm verband.

„Jeder ist in seiner Jugend einmal mit dem Dampfer Elsa auf der Fulda gefahren.“

Klaus Rösch Freundeskreis

Horst Reinhardt, der 1943 geboren wurde, erinnerte sich noch gut an die Nachkriegszeit, als er das Fahrgastschiff auf der Fulda sah - während er selbst beim Baden an der Ihringshäuser Badestelle oder beim Heumachen auf den Fuldawiesen weilte. Bei den Schwimmern war es besonders beliebt, in den Wellen zu schwimmen, die das Schaufelrad des Dampfers erzeugte.

„Einige Male sind wir auf der Elsa mit den Eltern und den Geschwistern gefahren. Es gab ja sonst nichts“, erinnerte sich der 89-jährige Richard Krug an die Vorkriegszeit. „Da war die Dampferfahrt für uns ein Weltereignis.“ Kaffeepulver und Kuchen nahm man in der Tasche mit.

Gegen ein geringes Entgelt sei dann auf dem Dampfer der Kaffee gekocht worden, getreu nach den früheren Gepflogenheiten „Familien können Kaffee kochen“.

„Das war immer ein besonderes Erlebnis für die ganze Familie“, ist Krug noch heute begeistert.

Bestätigung für Arbeit

Der gute Besuch war nicht nur für den Filmemacher Werner Kossin erfreulich, sondern auch für den Freundeskreis. Vorsitzender Werner sah darin eine Bestätigung ihrer Arbeit und einen Ansporn, derartige Veranstaltungen weiterhin anzubieten.

Themen gäbe es reichlich, so Werner und kündigte Vorträge über den Fliegerhorst Rothwesten für Freitag, 22. Juli, sowie den Bergbau in Ihringshausen am Freitag, 7. Oktober, an.

Von KLaus Hobein

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.