Erleichterung im Landkreis: Kein Geld in der Schweiz aufgenommen

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Kreis Kassel. Aufatmen im Landkreis Kassel: Weder der Kreis selbst, noch eine der 29 kreisangehörigen Städte und Gemeinden haben Kredite in Schweizer Franken aufgenommen.

Sie müssten demnach auch nicht mit explodierenden Schulden nach der Freigabe des Wechselkurses von Franken und Euro seitens der Nationalbank der Schweiz rechnen, sagte Kreissprecher Harald Kühlborn am Freitag auf HNA-Anfrage.

Die Wechselkurs-Freigabe hat zahlreiche deutsche Kommunen finanziell in die Bredouille gebracht. Sie hatten vor dem Zinstief billigere Kredite in der Schweiz aufgenommen. Die Freigabe des Wechselkurses ließ den Euro abstürzen und die Schulden der Kommunen explodieren.

Zum 31. Dezember 2014 hatte der Landkreis Kassel laut Kühlborn 438,2 Millionen Investitionsschulden. Dabei handelt es sich um Geld, das beispielsweise in den Bau von Straßen gesteckt wurde. Davon entfielen allein 332,3 Millionen Euro auf das über eine Öffentlich-private Partnerschaft verwirklichte Schulinvestitionsprogramm. Bei den Kassenkrediten, den Dispokrediten für Kommunen, stand der Kreis mit gut 181 Millionen Euro in der Kreide. Die Eigenbetriebe, darunter die Abfallentsorgung, haben für Investitionen 14 Millionen Euro aufgenommen. (ket)

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