Gemeinde und Bundesanstalt für Immobilienaufgaben unterzeichnen städtebaulichen Vertrag für Gewerbepark

Erler-Anlage kann erschlossen werden

Fuldatal. Seit gestern tritt die Konversion der ehemaligen Kaserne in Rothwesten in eine neue Phase. Die Gemeinde und die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) unterzeichneten einen städtebaulichen Vertrag im Ihringshäuser Rathaus.

Dieser regelt die öffentliche Erschließung des Gewerbeparks Fritz-Erler-Anlage, Investitionssumme: 5,9 Millionen Euro. In einem zweiten Vertrag wurden die Ausgleichsflächen nach Naturschutz- und Forstrecht vereinbart.

Mit der Unterzeichnung der Verträge seien die Gemeinde und auch die Bima einen gehörigen Schritt weitergekommen Richtung zivile Nutzung des ehemaligen Militärgeländes, meinte Bürgermeisterin Anne Werderich. „Das ist ein Meilenstein.“ Konkret geht es um das mittlere, 42 Hektar große Areal des Konversionsgeländes, das erschlossen werden soll. In diesem Bereich befinden sich die technischen Gebäude (ehemaliger Instandsetzungsbereich). Hierfür hatte die Gemeinde vor wenigen Wochen einen Bebauungsplan erstellt. „Jetzt kann es richtig losgehen“, betonte Claus Niebelschütz von der Bima.

Der Leiter der Hauptstelle Verkauf für die Bundesländer Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland betonte, dass die Konversion in Rothwesten mit einer Fläche von 158 Hektar und über 54 Gebäuden „eine große Aufgabe“ sei. Außerdem seien für die Bima städtebauliche Verträge „nicht das tägliche Brot“. Diesen jetzt abgeschlossen zu haben, zeige, dass die Bima die Gemeinde Fuldatal nicht allein lasse. Allerdings räumte Niebelschütz auch ein, dass sich die beiden Partner nach dem Abzug der Bundeswehr erst zusammenraufen mussten. Ursprünglich hatte die Bundesanstalt versucht, einen Investor für das gesamte Konversionsgelände zu finden.

Dieser sollte sich dann um eine Nutzung des Areals kümmern. Wegen der „schwierigen Erschließung“ der zentral versorgten Militäranlage fand sich aber kein Generalinvestor. Die Kommune hatte von Anfang an auf kleinteilige Vermarktung gesetzt. Diesen alternativen Weg habe man schließlich mit der Gemeinde eingeschlagen, sagte der zuständige Mann der Bima. Ja, die Verhandlungen seien nicht einfach gewesen, sagte Werderich. Aber „wir haben einen Erfolg erzielt“. Mit wir meine sie auch die Bima. Im Vorgriff auf den städtebaulichen Vertrag, mit dem die Bima der Gemeinde die benötigten Flächen für die Erschließung überlässt, seien die ersten Arbeiten schon ausgeschrieben worden, habe es auch schon Bietergespräche gegeben. Noch im November soll begonnen werden, das Trinkwassernetz zu erstellen. Bis 2013 sollen auch Kanal und Straßen erstellt werden.

Weitere Hintergründe lesen Sie in der Wochenendausgabe der HNA.

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